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SL-Zusammenfassung: Hunter 16 – Katzenformation

Montag, 6. April 2009, noch immer in der „Schwarzweißwelt“

Die Weide war erstaunlich schnell gefunden, nicht jedoch der Schädel. Ratlos schob die Gruppe die Fußspitzen durch das hohe Gras und an Wurzeln entlang in der Hoffnung, ihn zu finden, doch vergeblich. Dafür war es Cat, die in einem der breiten, jedoch flachen Gebüsche ein Paar gelber Augen entdeckte. Aus einem Paar wurden mehrere und schließlich schätzte sie etwa ein Dutzend Augenpaare, die ihr aus dem Gebüsch entgegen blickten.

Die Katzen lösten sich schließlich aus ihrem Versteck und liefen zielstrebig auf Cat zu, hörten ihr aufmerksam und artig aufgereiht zu, als sie zu reden begann und sie fragte, ob sie Cat und ihre Freunde wohl wieder nach Hause bringen könnten. Sie ordneten sich zu einer Form an, die erst an einen Kelch oder etwas in der Art erinnerte, doch dann begann die größte Katze von ihnen an der Spitze zu sprechen. Vom Wind getragen schnarrte sie der Gruppe zu, die Katzen seien bereit, sie nach Hause zu bringen, wenn man stattdessen den Katzen helfe. Es gäbe eine Frau mit Krallen, die nicht ihr gehörten, vier Krallen so wie diese, die die Katzengruppe darstellte, und sie solle aufhören, diese Krallen an ihnen, den Katzen, zu wetzen.

Die Katzengruppe wartete geduldig, bis ein jeder sein Versprechen abgegeben hatte, dann löste sich ihre Formation auf und immer drei von ihnen umschmiegten einen der Hunter, nicht ohne zuvor noch Leckerchen erbettelt zu haben. Die Umgebung begann sich zu drehen, so als drehe man sich selbst rasch im Kreis, und schließlich fand die Gruppe sich wieder in der gewohnten bunten Welt am Fuße der Trauerweide auf dem Waldfriedhof wieder. Das Vibrieren des lauten Katzenschnurrens blieb noch ein wenig erhalten, doch von den Katzen selbst fehlte jede Spur. Nur eine kleine Katze konnte man noch dabei beobachten, wie sie hinter der Trauerweide verschwand.
Mittlerweile war es in den frühen Morgenstunden, und so verabredete sich die Gruppe für den nächsten Tag in einem Café .

Dienstag, 7. April 2009, Templin

Im Café aß man gemeinsam Kuchen und sprach über die letzten Ereignisse sowie die Frage, was sie in Bezug auf Bernhard noch zu tun gedachten. Man einigte sich darauf, dass Frank und Bolle sich nochmals in der Buchhandlung und bei Lohain zu Hause umsehen und dann die Polizei verständigen wollten. Lucy wollte gern im Ghanesha-Quartier nach den ominösen Katzenkrallen im Archiv stöbern, was Celestin nur recht war, denn er wollte „in Sachen Nixe“ ohnehin nach Berlin, um sich dort beim Kölle-Zoo umzusehen. Später am Abend wollte Cat zu den beiden stoßen und man wollte noch gemeinschaftlich recherchieren.

Zu allem Überfluss stellten Frank und Bolle fest, dass in der vergangenen Nacht wohl in Lohains Buchhandlung eingebrochen worden war. Zumindest hatten sich Diebe und Vandalen dort gleichermaßen ausgetobt. Nicht sicher, ob dies für die Gruppe selbst eher gut oder schlecht war, fuhren sie noch zu Lohains Wohnung, um auch dort nach dem Rechten zu sehen. Allzu weit kamen sie dabei nicht – Bolle scheiterte quasi an einem schrecklich neugierigen älteren Ehepaar aus der Erdgeschosswohnung, und so rief er wie vereinbart sogleich die Polizei. Nach dem üblichen Procedere war Bolle entlassen und die Angelegenheit in Händen der Polizei.

Auf Celestin wartete bei Ghanesha derweil eine Überraschung. Die Ghanesha-Gruppe hatte später noch beim Opfer der Druckerei eine weitere Nixe in der Regenrinne gefunden, diesmal ein blondes Exemplar, und Lucy schlug Celestin allen Ernstes vor, er könne diese mitnehmen, wenn er wolle, da die Mitglieder der Gruppe aktuell ohnehin mit anderen Fällen ausgelastet sei und sich in den nächsten Tagen oder vielleicht sogar 1-2 Wochen sowieso niemand genauer mit der Nixe befassen würde. Celestin nahm an, und so transportierten die beiden die zweite Nixe zu Celestin, nicht ohne dass Celestin zuvor noch einen Besuch mitsamt Einkauf beim Kölle-Zoo machte und Lucy im Ghanesha-Archiv nach möglichen Hinweisen auf Katzenkrallen suchte.

Wie vereinbart trudelte am Abend auch Cat bei Celestin ein und die drei zogen sich in das Kellerbüro zurück, um dort zu recherchieren. Während Celestin Unmengen Informationen zur Katzenmythologie zusammentrug und Lucy in erster Linie Chips konsumierte, hatte Cat zunächst einige Schwierigkeiten, bei der Flut an Informationen zum Thema Tierschutz Katzen der Umgebung zu filtern. Die letztliche Ausbeute war dann eher mager, doch in einem Blog stieß sie auf einen für sie sehr interessanten Beitrag einer Nutzerin namens Barbarella.

Barbarella berichtete als Kommentatorin des Blogs von einer alten Nachbarin, die einen Herzinfarkt erlitten und ins Krankenhaus gekommen war, nachdem eine fremde Frau in ihre Wohnung eingedrungen und ihre Katze in ihrer Gegenwart zu Tode gefoltert hatte. Barbarella gab an, beide – die tote Katze sowie die gesundheitlich schwer angeschlagene Nachbarin – noch gesehen zu haben, doch nachdem sie die Frau ins Krankenhaus begleitet habe, sei die Katze nicht mehr in der Wohnung gewesen. Barbarella empörte sich, dass die Polizei dieser Geschichte keinen Glauben schenkte und keine Anstalten machte, ihr nachzugehen.

Cat kontaktierte diese Barbarella per Mail und erhielt die erste Antwort schon nach wenigen Minuten. Nachdem Cat einen Link zu ihrem Blog „Im Kaninchenbau“ gesetzt hatte, ließ Barbarella nichts mehr von sich hören, doch am nächsten Morgen fand Cat beim Aufstehen eine weitere Mail von Barbarella, abgeschickt nach 3 Uhr morgens, in der sie ein Treffen tags zwischen 14 Uhr und 17 Uhr vorschlug. Die späte Mail entschuldigte Barbarella damit, sich in Cats Blog festgelesen und nicht mehr auf die Zeit geachtet zu haben. Freudig machte Cat 17 Uhr aus und gab an, vielleicht noch einige interessierte Freunde zum Treffen mitzubringen.

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