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SL-Zusammenfassung: Hunter 15 – Und täglich grüßt das Murmeltier

Montag, 6. April, in der „Schwarzweißwelt“

In der Tat fanden sie Cat … doch ganz anders, als sie vermutet hatten. Ein Mob aus Menschen in altertümlich anmutender Kleidung hatte sich am Seeufer versammelt, darunter offenbar auch offizielle Glaubens- und Ordnungshüter. Sie schickten sich an, eine nicht erkennbare Person … auf Grund der Vorinformationen und des Mythos vermutlich zur Hexenprobe zu zwingen. Cat hingegen befand sich umgeben von Ordnungshütern selbstbewusst am Rande des Mobs und hatte unlängst angefangen, eine Moralpredigt zu halten, bei der sie unter anderem zum Besten gab, sie komme aus der Zukunft und würde alle verfluchen, die sich von diesem lästerlichen Verhalten nicht sogleich abwenden würden …

Dem nun folgenden Gerangel und den Diskussionen war schließlich nur mit zum Glück ordnungsgemäß funktionierender Waffengewalt sowie einigen Fäusten beizukommen. Der Gruppe gelang geschlossen mitsamt Cat, die ein wenig zu ihrem Glück geschubst und gezogen werden musste, die Flucht. Als einzige Anlaufstelle blieb ihnen erneut die Mühle.

An der Mühle erwartete sie eine Überraschung: Eine dunkelhaarige junge Frau, die Cat bereits als Linda kennen gelernt hatte, lief auf Cat zu, felsenfest davon überzeugt, dass es sich bei ihr um ihre Schwester handelte. Die anderen Anwesenden ignorierte Linda schlicht oder schien sie gar nicht wahrzunehmen. Die anderen überzeugten Cat, diesmal einen anderen Weg zu gehen und mit dieser Linda auf den Pferden zu fliehen, man würde sie später schon einholen. Dank Cats Hinweisen wurde klar, dass man die beiden Frauen schließlich mitten auf dem Feld stellen würde, wenn es sich um eine Wiederholung der bereits geschehenen Ereignisse handeln sollte, und man versprach ihr, eine erneute Gefangennahme zu verhindern.

In der Mühle selbst befand sich der zuvor als Leiche vor der Tür aufgefundene Mann. Langsam setzten sich die Puzzlestücke zusammen und Celestin klopfte an, um mit dem Mann zu reden. Aus Richtung der Siedlung sah man langsam nahendes Licht – ein weiterer Hinweis auf die Wiederholung der Geschichte und ebenso ein Hinweis darauf, dass die Zeit drängte.

Mit einem Wechsel aus Autorität, Drohung, halbherzigen Lügen und gutem Zureden gelang es Celestin, den Mann zur Zusammenarbeit zu bewegen und von der Mühle wegzulocken, so dass man sich geschlossen mit ihm daran machen konnte, den Acker entlang zu laufen bis zu der Stelle, die Cat ihnen beschrieben hatte.

Es lief wie vorhergesagt: Drei Männer zu Pferd holten die beiden Frauen von den ihren und warfen sie zu Boden. Die Gruppe erschoss die Männer und erlaubte Linda und Cat somit ein Fortsetzen der Flucht bis ins nächste Dorf. Sie selbst verabschiedeten sich von dem verwirrten, jedoch dankbaren Müller und kehrten der Szene den Rücken, um sich diesmal in den Ort zu begeben in der Hoffnung, dort weitere Hinweise auf Bernhards Verbleib zu finden. Als Celestin sich nach einer Weile nochmals umdrehte, sah er den Müller über die Leichen der ehemals Berittenen gebeugt und es schien, als durchsuche er sie … oder zerlegte sie!? Der kurze Blick reichte Celestin, um seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

Im Dorf angekommen war nur eine Schänke gleich am Marktplatz geöffnet. Immerhin brannte dort Licht und die Wirtin schien abzuspülen. Der Platz selbst sowie die Wohnhäuser schienen verlassen. Kein Wunder, denn die Dorfgemeinschaft war demnach beinahe geschlossen wohl noch unterwegs, um ihre Hexe zu stellen.

Sie betraten das Wirtshaus, doch als Frank mit modernen Münzen zahlen wollte, bekam er eine gut gemeinte Warnung. Es sei bereits vor einigen Tagen jemand hier gewesen, der ähnlichen Betrug versucht hatte, und denn hatte man schnurstracks in die Zelle gesteckt. Durch einige Entschuldigungen schien die Wirtin jedoch schnell beruhigt oder zumindest entspannt genug, nicht die Ordnungshüter auf den Plan zu rufen – von denen scheinbar ohnehin derzeit keine mehr im Ort waren, sondern mit den anderen zur Mühle gegangen waren. Es stellte sich heraus, dass der Fremde auf Lohains Beschreibung passte, und offenbar hatte man auch hier im Ort den Bezug zum Müller auf Grund der Ähnlichkeit der beiden hergestellt.

Mit diesen neuen Informationen wagte sich die Gruppe zur örtlichen Polizeistation, die in der Tat verlassen wirkte. Da der Blick durch das Fenster nicht sonderlich informativ war, schlichen sie sich einfach hinein. Doch kaum hatte Frank den Türbogen zur Schreibstube und den Zellen durchschritten, drängten sich Stimmen in seinen Kopf. Sie klangen gierig und bösartig, auch wenn Frank nicht mit all den zusammen gewürfelten Stimmen etwas anfangen konnte. Mit großer Mühe durchmaß er so konzentriert wie möglich den Raum bis hin zu den Zellen, stolperte dabei noch beinahe über einen toten Wärter, der hinter einem Schreibtisch lag, und entdeckte dann tatsächlich Bernhard.

Lohain saß an die steinerne Wand gelehnt auf der Pritsche dort, in der Hand einen Revolver. Ein zweiter Blick und für Frank wurde klar, dass Bernhard offenbar an die Schlüssel gelangt sein musste, den Toten am Schreibtisch niedergestreckt hatte und sich selbst dann wieder in der Zelle eingeschlossen hatte, um sich dort mit einem gezielt gesetzten Kopfschuss selbst zu töten.

Hatte er keinen Ausweg mehr gesehen? Hatte er nicht geglaubt, dass die anderen ihm helfen würden? Oder war er ein Opfer der Stimmen geworden, die auch Frank in diesem Raum so sehr zusetzten?

Frank beeilte sich, wieder zu den anderen zu kommen, und kaum hatte er den Türbogen wieder durchschritten, ließen auch der Gestank und das pausenlose Gebrabbel der zornigen Stimmen in seinem Kopf nach und verschwanden Augenblicke später ganz. Er berichtete den anderen von dem, was er gesehen und dem, was er gehört hatte. Betroffen nahm man Bernhards Tod zur Kenntnis und überlegte, ob man ihn aus der Zelle holen und mit zurück nehmen sollte. Letztlich entschieden sie sich jedoch geschlossen dagegen und machten sich auf den Weg zurück zum Acker in der Hoffnung, dort alsbald Weide und Schädel zu finden, um wieder nach Hause zurück kehren zu können.

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