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SL-Zusammenfassung: Hunter 13 – Katzenschädel & Mythen

Montag, 6. April 2009

Die nächsten Tage verliefen weitgehend ereignislos. Celestin und Lucy verbrachten einige Wellness-Tage im nahe gelegenen Tropical Island, von wo Lucy Cat noch unbedingt Eintrittskarten für einen Besuch des Bads zu dritt mitnehmen wollte. Cat hatte ihre freie Zeit bei einem Star Craft-Turnier verbracht und sich für die Meisterschaft qualifiziert, derweil Bolle eifrig weiter an Autos und einigen eigenen Ideen in der Werkstatt schraubte und Frank weiterhin auf eine Rückmeldung auf seinen Versetzungsantrag wartete.

Am Montag Abend trafen sich alle zum Essen, wobei es neben Wettessensgelagen zwischen Celestin und Cat auch ernsthaftere Themen zu besprechen gab. So plante man die Besichtigung der von Frank recherchierten Gebäude zum Aufbau eines eigenen „Quartiers“, wobei sowohl das Gutsgelände und ein Chateau neben einer ehemaligen Tuberkulose-Klinik und einem Plattenbau ganz weit oben auf der Liste standen. Doch wie schon einmal eine Weile zuvor wurde auch diesmal die Planung der Gruppe wieder durch die Handytechnologie unterbrochen. Diesmal war es kein Anruf, sondern vielmehr eine SMS von Bernhard Lohain, dass er interessante Dinge in Simmers Unterlagen gefunden habe.

So beendeten Celestin, Cat, Frank und Bolle das Essen zeitnaher als ursprünglich geplant und fuhren zu Lohains Buchhandlung in Templin. Es war geöffnet, es brannte Licht – doch von Lohain fehlte jede Spur. Bei genaueren Untersuchungen konnten sie immerhin feststellen, dass nichts auf einen Kampf oder ähnliches hinwies, doch Frank fand einen kleinen Schädel, der halb unter Lohains Lesesessel gerollt zu sein schien. Er sah einem Katzenschädel recht ähnlich, doch er schien seinen üblichen Platz weder halb unter dem Sessel noch sonst irgendwo in der Buchhandlung zu haben. Celestin schleppte sein Thermalsichtgerät aus dem Auto heran, doch konnte auf Grund der Aprilhitze des Jahres 2009 kaum etwas erkennen. Sein sechster Sinn schien ihm hingegen etwas mitzuteilen haben, denn um den Sessel herum nahm Celestin eine Art Schutzhülle wahr, die schließlich in einer Art Explosion für alle außer ihn unsichtbar zerbarst und ihn ordentlich erschreckte.

Etwas ratlos sammelte die Gruppe schließlich die um den Sessel ausliegenden Ordner und Bücher ein und machte sich mit diesen auf den Weg zu Lohains Wohnung. Vielleicht war er ja kurz nach Hause gegangen, weil er nicht so rasch mit den anderen gerechnet hatte?

Doch auch hier war keine Spur von Bernhard zu entdecken. Nachdem Klingeln und Klopfen nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hatte, verschafften Celestin und Cat ihnen mit Hilfe einer Kreditkarte Zugang zu Haus und Wohnung, nur um dort abermals im Dunkeln zu stehen – beziehungsweise eben Bernhard nicht finden zu können.

Die Garderobenbestückung wies darauf hin, dass Bernhard die Wohnung in seinen üblichen Tretern und seiner Jacke verlassen hatte, doch wo sollte er sich aufhalten? Versuche, ihn telefonisch zu erreichen, schlugen ebenfalls fehl, so dass man sich schließlich dazu entschloss, im Wohnzimmer in den mitgebrachten Unterlagen zu stöbern und derweil darauf zu hoffen, dass Lohain wieder nach Hause kam.
Celestin studierte das Buch über örtliche Mythen, in dem er tatsächlich Geschichten fand, die ihm auf den ersten und auch auf den zweiten Blick unbekannt erschienen. Einmal sollte es Seeungeheuer im See gleich hinter seinem Haus geben, dann sollte eine Jungfrau auf einem Rappen die Felder der umliegenden Bauern ab ein Uhr in der Nacht durch ihren wilden Galopp verwüsten, und schließlich gab es da noch die Geschichte der beiden Schwestern, von denen die eine als Hexe überführt und schließlich gehängt worden war. Warum man sie hängte statt sie zu verbrennen blieb in der Geschichte verborgen, doch interessant war, dass der Baum die Trauerweide auf dem Friedhof war, unter dem Simmer seine Reden an die Ghule geschwungen hatte. Handelte es sich bei dieser „Hexe“ also vielleicht um die von Simmer erwähnte Linda oder gab es da einen Zusammenhang?

Vielleicht war es diese Geschichte gewesen, die den technisch unbegabten Bernhard zu seiner SMS veranlasst hatte? Es war mittlerweile einige Zeit vergangen, und so schwand die Hoffnung, Bernhard käme im nächsten Moment vielleicht zur Tür herein, deutlich. So machten sich alle auf in Richtung Waldfriedhof, um die dortige Trauerweide zu nächtlicher Stunde noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

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