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Der Wurm

Im Moment ist wirklich überall irgendwie der Wurm drin. Wobei „im Moment“ da gar nicht so recht passt. Eigentlich ist das so eine schleichende Entwicklung, die sich dann zum Ende letzten Jahres immer weiter zugespitzt hat. Im Moment bin ich irgendwie ständig und mit allem unzufrieden. Ziemlich blöde, zumal ich da noch nicht den Knopf gefunden habe, mit dem ich das ändern könnte.

Ich fasse mal zusammen …

Werwolf-Runde Nr. 1

Die hat sich Ende 2012 erledigt, weil nach etlichen Aus-, Um- und Einstiegen letztlich vier Spieler dabei waren. Zwei davon waren sehr angefixt von System und Runde, die anderen beiden hatten so ihre Probleme mit der Runde. Die Probleme bei den beiden fußten wohl vor allem auf der Unkenntnis des Systems/Spielstils vor allem. Da gab es so einige Unterhaltungen, Infos, Diskussionen zum Thema, aber letztlich war es nicht so das, was sie sich vorgestellt hatten bzw. nichts, was sie irgendwie „zu fassen“ gekriegt hätten. Dem einen war es zu kurzsichtig und wenig menschlich, dem anderen zu menschlich und zu wenig „böse“, dem nächsten zu unspirituell, wieder wem anders war das eher zuviel … Und die anderen haben eben umgekehrt auch nicht den Ansatz gefunden, das alles so zu transportieren, dass es doch noch geklappt hätte. Bemüht waren aber im Grunde alle verbliebenen Mitspieler um die Runde. Vorbei war es dann, als einer der beiden „angefixten“ Spieler aus privaten Gründen ausgestiegen ist. Das war übrigens ich. Da war dem SL dann zu wenig übrig von allem, zusammen mit dem ganzen Chaos, das die Runde schon erlitten hatte, also hat er sie beendet.

Ich bin ja mehr oder minder zwangsläufig ausgestiegen, und ich vermisse meinen Charakter ziemlich, und auch das Spielen vermisse ich. Ich hatte da noch echt vieles vor, durchaus auch viel an mundanem Kram, aber ich mag das System unheimlich gerne, mochte das Setting, mochte den Kontakt zu Changelings, die Bedrohung durch die nahende Apokalypse und deren Auslegung (Verschwörung, Verschwörung). Ich mochte den familiären Aspekt des Ganzen. Was ich nicht mochte … sieht man ja in älteren Beiträgen hier im Blog. Aber das war in den letzten 1-2 Sessions (bin nicht mehr sicher, wie viele es danach noch gab) auch wieder deutlich besser gewesen. Was bleibt, ist also vor allem das Vermissen. Schade.

Werwolf-Runde Nr. 2

Irgendwie scheint Werwolf bei mir ein System zu sein, bei dem immer schon von vornherein der Wurm drin ist. Nach den zwei oder drei Sessions, nach denen mein Rauswurf aus der Runde erfolgte, gab es ja den Versuch, das alles noch mal neu aufzusetzen mit anderen Spielern und – optimalerweise – mit wechselnder SL oder dem Versuch des gemeinschaftlichen Leitens. Auch diese Runde ging wegen privater Dinge kaputt (ich war’s da aber nicht! ;)). Kann passieren. Es gab dann die Überlegungen, zu zweit einfach im Wechsel weiter zu spielen, und ich hab das recht lang ziemlich vorrangig im Kopf gehabt, aber etwas daraus geworden ist bislang nicht. Einmal haben wir ein Zwischenspiel zu zweit gespielt, allerdings größtenteils auf der Meta-Ebene, und es gab (und gibt) einen Plan, was, wie, wo es weitergehen könnte, aber mehr auch nicht. Durch den ganzen anderen privaten, beruflichen wie auch rollenspielerischen Kram „nebenher“ sehe ich das auch mindestens mittelfristig nicht, dass das noch mal ins Rollen kommt. 2013 wohl sicher nicht. Und auch das ist echt voll schade.

Vampire-Runde

Von der Chaos-Roller-Möchtegern-Sabbat-Runde zu einer ziemlich coolen Rollenspielrunde … das würde ich sagen, würde man mich fragen. Würde man andere fragen, wären die vielleicht nicht so begeistert gewesen? Dem einen ist es zu ernst, dem nächsten zu politisch, wieder einem anderen fehlt das kategorisch ausgeschlossene PvP der Runde. Immerhin gibt es diese Runde jetzt seit zwei Jahren kontinuierlich, damit ist mein Charakter dort zugleich der am längsten von mir gespielte, und entsprechend hänge ich daran.

Auch hier gab es viele Verluste und (zeitweise) Neuzugänge, auch wenn diese schon vom Grundkonzept des Systems her nicht so ein Chaos verursachten wie bei der Werwolfrunde. Im Kern sehe ich dort aktuell zwei Spieler. Ein bisschen wenig. Ein liebgewonnener Spieler musste wegen beruflichem Wechsel aussteigen und kommt höchstens mal als Gastspieler hin und wieder vorbei. Eine Spielerin, die ich auch echt gern in der Runde hatte, ist wegen des Studiums (und, glaube ich zumindest, auch wegen privater Interessen) ausgestiegen. Da gibt es noch immer die Hoffnung, dass sie mal zurück kommt, allerdings … naja, von selbst meldet sie sich jedenfalls nicht.

Dann gibt es noch einen Spieler, der nach seinem spontanen Ausstieg, der ziemlich blöde ablief, nun doch wieder mitspielt. Die letzte Session mit ihm fand ich nett, fand ich tatsächlich auch bereichernd und war froh, dass er wieder mit dabei war. Ich mag den Spieler, er kann wirklich toll rollenspielen, aber irgendwie gab es da auch schon öfter Diskussionen und Ärger. Sei es die Charakterwechselitis, der Hang zum Powergaming, die wiederkehrende Ignoranz des nicht gewünschten PvPs. Ist irgendwie auch so ein Taschenlampenfallenlasser über kurz oder lang, weshalb ich seine Rückkehr auch nicht so ganz genießen kann bisher; ich trau dem Ganzen halt einfach nicht mehr so ganz. Findet vermutlich niemand mehr schade als ich und ich hoffe, das legt sich bald wieder, denn wie gesagt spiele ich an sich gerne mit ihm und mag auch den Spieler.

Ein Neuzugang war jetzt erst drei Male mit von der Partie und es fällt mir schwer, ihn einzuschätzen. Der Vergleich aus einer anderen Runde (wo er bisher einmal mitspielte) fehlt mir dazu. In der Runde jetzt spielt er einen Malkavianer und ich hab zwei Sessions gebraucht um festzustellen, dass das vielleicht nicht die optimale Wahl ist. Wie das so ist mit Malkavianern … wobei gleichzeitig ein paar Sachen sehr positiv auffallen: Der Spieler achtet ziemlich auf schlüssiges und kooperatives Spiel, setzt (wo möglich) auf Darstellung statt Auswürfelei. Gefällt mir ziemlich gut. Und zuverlässig da ist er bisher auch. Was mir wiederum nicht gefällt, das ist beispielsweise die Diskrepanz zwischen der Aussage, (zu viel) Zeit aktuell zu haben und auf der anderen Seite die stoische Vermeidung unseres RPG-Forums, in dem alle Charaktere offen gepostet werden sollen, in dem man nachlesen kann, was in letzter Zeit, nein, was überhaupt im Verlauf der Runde so geschehen ist, wie die anderen Charaktere so ticken – und auch E-Mail-Reaktionen sind da nicht so seins. Telefonisch bin ich andersrum schlecht erreichbar; weiß nicht, läuft irgendwie seltsam.

Nun werden bei der nächsten Session zwei potenzielle neue Mitspieler dabei sein und ich bin mal gespannt, ob und wie das so passt alles.

Dass es da überhaupt so ein Hickhack gibt, finde ich ziemlich nervig. Kann niemand was dran ändern, ist eben einfach so, aber es fällt mir durchaus schwer, mich auf die Sessions zu freuen, weil ich die Runde so auf der Kippe sehe durch diese nur zwei Kernspieler, die es da aktuell gibt. Zum Glück gibt es plotmäßig gerade eben einen Cut hin zu neuen Entwicklungen, was mir ziemlich gut tut. Das ist es nämlich, was mich aktuell vorrangig motiviert für diese Runde. Ansonsten bin ich da gerade ständig drauf eingestellt, dass wieder jemand geht oder nicht passt oder rumnölt (und wenn ich selbst das bin), und das motiviert einfach nicht so wirklich. Wieso ist das schwer, einfach wie vorher auch in konstanter Besetzung zu spielen!?

SciFi

Diese Runde hat schon eine Vorgeschichte, die sehr emotionsbehaftet ist, aber die lasse ich hier mal außen vor und starte etwa da, als auch die Runde es tat. Auf genau diese Runde habe ich mich megamäßig gefreut. Ich war die erste, die gesagt hat, sie spiele da auf jeden Fall mit und war mit meiner Begeisterung da wohl auch recht motivierend für den SL, wie er mal meinte. Man hat einfach mehr Bock, für irgendwas vorzubereiten, wenn von der Gegenseite entsprechendes Interesse rüber schwappt. Kennt wohl jeder.

Beim Start mit dabei war ein richtig toller Rollenspieler, den ich da neu kennen gelernt habe. Außerdem noch jemand, der Rollenspiele eher wegen des Zusammensitzens in Gemeinschaft spielt als wegen des Spiels selbst und noch der just „Wiedereinsteiger“, den ich bei der Vampire-Runde schon erwähnte, außerdem mein Ex. 4-5 Spieler am Tisch finde ich optimal, und ähnlich habe ich auch das Spiel empfunden. Ich fand, wir haben uns alle recht gut ergänzt, jeder hatte so seinen Raum, die Inhalte waren auch gut aufgeteilt zwischen Action, Politik/Diplomatie, Zwischenmenschlichem, Entdeckergeist … einfach eine ziemlich optimale Mischung. Der „Gesellschaftsspieler“ hat eine Menge Fun eingebracht, und auch, wenn er öfter mal fehlt, ist es gut, wenn er da ist. Dass das meiste da auf der Meta-Ebene läuft, find ich nicht so klasse, weil es das Spiel an sich oft abtötet, aber auf anderen Ebenen macht er seinen Part total gut. Also mit dem Funfaktor meinte ich nicht, dass alles nur noch albern war oder ist, sondern eben eine gesunde und unterhaltsame Mischung. Und wenn man mal ehrlich ist: So ein eher Sim-fokussierter Spieler ist für eine Runde, in der es sonst keiner so recht ist, eine echte Bereicherung, so lange man sich iiiirgendwo mittig trifft. Ich fand, das haben wir gut hinbekommen. Okay, den starken Star Trek-Aspekt, auf den ein Spieler so viel Wert legte, der war nun nicht so meins und ich fand das zum Zeitpunkt der Spielinhalte auch nicht so ganz passend, aber hey, irgendwas ist ja immer.

Hier ging am Jahresende auch ein Spieler aus privaten Gründen flöten, außerdem wurde dann SL-seitig doch mal beschlossen, dass man sich die Mühe spare, eine Mitspielerin weiter als solche zu sehen, die bei der gemeinsamen Charaktererschaffung da war, danach bei allen folgenden sechs Session jedoch nicht. Das ist ja oft so eine Diskrepanz zwischen Spielkram und sozial-privatem Kram. Ich hab genau zwei Male selbst erlebt, dass man sich spielerisch voneinander verabschiedet, aber keine von beiden Seiten das irgendwie persönlich nimmt oder eine Seite meint, es sei persönlich oder käme persönlich an. Wenn man sich das mal genau anguckt: Man macht eine Spielrunde, hat sechs Termine, zu keinem dieser Termine erscheint eine Person aus unterschiedlichen Gründen. Wenn das nicht völlig objektiv legitim ist zu sagen, man verzichte dann auf weitere Versuche, dann weiß ich auch nicht. Ich glaube auch gar nicht – insofern ich das überhaupt einschätzen kann -, dass das Interesse seitens der Mitspielerin überhaupt irgendwie so gegeben ist, dass sie sowas überhaupt übelnehmen würde. Aber, okay, nicht meine Baustelle.

Zwei Spieler haben dann noch je einen weiteren Mitspieler in die Runde gebracht. Einer hat noch nie zuvor P&P gespielt, machte einen relativ guten Eindruck und sagte nach seiner ersten Session zu, bei der nächsten wohl auch zu kommen. Unter der Fittiche seines Kollegen postete er am Folgetag seinen Charakter im Forum, stellte sich artig vor … alles wunderbar. Das war am 1./2. Februar – seither hat niemand von uns über irgendeinen Kanal auch nur irgendwas von diesem Herrn gehört. Für mich persönlich ein klarer Fall: Dann eben nicht, mach’s gut. Ist aber dann auch wieder nicht so einfach, weil ja nun auch keiner will, dass der Mitspieler, der ihn mitgebracht hat meint, wir schließen ihn „einfach so“ aus, uns das übel nimmt oder wie auch immer. *seufz* – Und der andere neue Mitspieler ist ziemlich nett, spielt aber auch lieber auf der Meta-Ebene als irgendwie anders. Vielleicht auch eine Wahrnehmungssache, denn seine – echt gut zu lesenden, muss ich an der Stelle mal sagen! – Charaktertagebücher weisen so die eine oder andere Diskrepanz zum Spielverlauf auf. Oder anders: Im Tagebuch lese ich Dinge, die ich ziemlich cool finde und die so hätten echt ablaufen können – sind sie aber nicht, weil das einfach nicht gespielt wurde. Und ich frag mich: Wieso eigentlich nicht? Wieso schreibt man sowas, denkt sich also solche Sachen, hat sie aber so gar nicht gespielt bzw. ins Spiel gebracht? Irgendwie bin ich an den Spieler bisher nicht ran gekommen so richtig, finde ihn relativ wortkarg und/oder schwer greifbar, und das macht es für mich ein bisschen schwierig mit der Einschätzung. – Achso, der Mitspieler, der ihn mitgebracht hat, ist zwischenzeitlich so spontan ausgestiegen wie auch bei Vampire. Dafür ist der Spieler, der bei Vampire den Malkavianer spielt, neu dazu gekommen, hat bislang aber nur einmal mitgespielt. Außerdem wurde dann doch wieder oben erwähnte Mitspielerin gefragt, ob sie nicht vielleicht doch … auch wenn sie nicht jedes Mal könne … und sie sagte, sie wolle es versuchen. Letztes Mal wäre sie wohl auch dabei gewesen, hatte aber auf der Hinfahrt einen Autounfall. Auch das noch (es geht ihr aber gut!). 😦

Kurz die Rechnung zu den Spielern bis hierher (8 Sessions):

6 Spieler minus 1 Mitspielerin minus 1 Ex plus 1 zweiter Sim-Spieler minus 1 Star Trek-Fan plus 1 Newbie plus 1 „Malkavianer“ plus 1 Mitspielerin

Also 6 Spieler, 5 Spieler, 4 Spieler, 5 Spieler, 4 Spieler, 5 Spieler, 6 Spieler, 7 Spieler – oder hab ich mich vertan? Und das über nur acht Sessions. Puh.

Und als wäre es damit nicht schon deutlich mehr als genug, ist das Spiel – nicht zuletzt natürlich wegen der veränderten Zusammenstellung – total gekippt. Aus der guten Mischung aus meiner Sicht wurde a) eine Hierarchie mit zwei Charakteren an der Spitze und b) ein vorrangiges „Meta-Dungeoncrawling in Space“.

a) ist ein Problem, das sich immer wieder mal stellt. Bei Werwolfrudeln gibt es einen Alpha, bei Vampire gibt es den Prinzen, und wenn man eben mit miltärischen Hierarchien spielt, dann gibt es logischerweise auch dort eine Spitze. Mich nervt das, wenn dieser Part dann auch auf Biegen und Brechen (oder, weil es besser klingt: aus Gründen der Plausibilität) so gespielt wird, weil ich finde – und sich auch mehrfach bereits gezeigt hat -, dass es Spieleraktionen total einschränkt. Jeden Pups muss man sich dann erst absegnen lassen von anderen SC. Ich zitiere mal aus der Rundenbeschreibung, die es von Anfang an gab:

Die Charaktere geraten in den Mittelpunkt der sich entfaltenden Ereignisse. Während sie andere Rassen, Verbündete und erbitterte Feinde kennen lernen, neue Welten entdecken und die Geheimnisse der Vergangenheit lüften werden sie die Chance haben, das Schicksal der ganzen Menschheit zu bestimmen. (…) Die Charaktere sollen gemeinsam die Schlüsselpositionen einer Raumschiffcrew besetzen. Dabei starten wir mit Experten von der Erde, die aufbrechen, um Kontakt zu einer außerirdischen Intelligenz herzustellen. (…) Mit einem Raumschiff werden die Charaktere dabei zu neuen Welten aufbrechen, diese erkunden und Kontakte zu immer neuen Spezies schließen, während sie gleichzeitig der Politik der Erde die Richtung weisen dürfen.

Ich seh da nix von Hierarchien, sondern eher was von Gleichberechtigung. Oder, und die Frage meine ich ernst, interpretiere ich das nur? Hinzu kommt, dass alle Charaktere inplay aktuell als Verräter gelten und dieses Pochen auf militärische Strukturen eigentlich nur Blödsinn ist. Nicht so ganz, denn dieser Blödsinn hält eine Struktur aufrecht, die alle Leute – also alle NSC eingeschlossen – zusammen hält und Ausschreitungen oder ähnliches verhindert. Hat also seine Berechtigung. Außerdem „fühlt“ man sich ja vielleicht noch mit diesen Strukturen eng verbunden, auch wenn jemand sagt „Du bist raus!“, kann ich mir auch gut vorstellen. Auf der anderen Seite sitzen da andere, echte Leute mit am Tisch, die einfach nur noch dann bzw. insofern mitspielen können, wie ihnen das quasi von den zwei Köpfen ganz oben erlaubt wird. Dass das ziemlich uncool ist, kann man doch wohl einsehen? Ich hab auch einige Male darauf hingewiesen und das kritisiert, aber die Kritik kam nicht so wirklich an. Wobei doch, meine letzte schon. Die kam so gut durch zu dem Spieler, dass der ad hoc sein Spiel drastisch angepasst hat. Ich fand – und finde das immer noch – ziemlich beeindruckend, wie schnell er da zwischen dem Hierarchiekram zuvor und einem neuen Gebahren, das dem bisherigen gar nicht großartig untreu wurde, aber dennoch anderen viel mehr Raum gab, gewechselt hat. Geht also doch! Zum anderen „Kopf“ kann ich da leider gar nichts sagen, weil er die letzte Kritik dazu gar nicht mitbekommen hat und derzeit auch nicht im Lande ist. Ich denke, das wäre zu regeln – hat zumindest das Spiel des einen sehr deutlich gezeigt.

b) finde ich einfach nur traurig. Ich mag Action durchaus gerne, ich mag auch die Tabletop-Elemente, die wir bei der letzten Session beispielsweise hatten, sogar ziemlich gern. Aber ich mag – und brauche – eben auch Drama. Diese Runde war für mich von Anfang an eine Space Opera. Siehe Wikipedia:

Die Space Opera (auch Weltraumoper) ist ein Genre der Science-Fiction, in dem es vorwiegend um romantische Abenteuer, fremde Welten und Völker, Überlichtgeschwindigkeitsreisen und Raumschiffkämpfe geht, wobei jedoch nicht zwangsläufig immer alle diese Themen behandelt werden.

Aber ich mag eben alles davon darin haben, auch persönliche, moralische, emotionale Themen. Sonst kann ich auch einfach Battletech mit ein bisschen Mechwarrior dazwischen spielen. Macht Spaß, hab ich eine Zeit lang so gespielt – aber das ist eben nichts, das ich von vornherein mit der Runde verbunden habe. Dafür brauche ich keinen ausgefeilten Charakter, keine persönlichen Ziele oder einen persönlichen Hintergrund, keine Charaktertagebücher – da tun es Schablonen von Menschen. Und ziemlich so kommt mir das Spiel mittlerweile vor: schablonenhaft, unpersönlich, encounter-orientiert. Traurig ist das, weil meine ganzen Erwartungen (die ja anfangs durchaus bestätigt wurden) an die Runde und meiner Ansicht nach auch tonnenweise darin steckende Vorbereitungsarbeit (die nicht ich geleistet habe. muss ich dazu sagen), den Bach runter gegangen ist. Ist doch egal, ob man sich Mühe macht, verschiedene Zeitleisten, Hintergründe etc. aus verschiedenen Welten zusammen zu puzzlen, wenn man letztlich eh nur die „harten Fakten“ braucht, auf die man würfeln kann, damit es cool ist und bestenfalls noch „bumm“ macht.

Dass ich dabei auch noch einen nicht-militärischen Nischencharakter spiele, macht es natürlich nicht besser. Ich hab auch erst überlegt, ob es sinnvoll wäre, einen anderen Charakter zu spielen, habe mich aber dagegen entschieden. Tatsächlich habe ich gar kein Problem damit, passiv dem Spiel der anderen 2-3 Stunden zuzuhören, denn auch das kann durchaus interessant und unterhaltsam sein. Wenn ich dann aber doch mal zum Zuge komme und abgesägt werde dadurch, dass andere die Zeit nutzen, um zu zweit Gespräche zu führen (inplay oder outplay, ist egal), obwohl ich zuvor quasi ewig lang die Klappe gehalten habe weitgehend, weil andere meinen „mach doch besser so und so“ oder einem sonstwie reinquatschen oder sich sogar inplay reinzudrängeln versuchen, wenn dann meine 5 Minuten gerade super geeignet sind, um einen NSC plastischer darzustellen und meine Aktion dadurch total sinnlos wird, oder wenn ich dann erst noch andere SC um Erlaubnis bitten muss, ob ich denn vielleicht eventuell … dann hab ich in Kombination mit dem Style-Verlust schlicht keinen Bock mehr.

So hab ich mich also in den letzten drei Sessions mehr geärgert als gefreut, durchaus auch im Nachhinein. Danach hab ich die Konsequenzen gezogen und bin ausgestiegen. Für diese Art des Spiels ist mir meine Zeit zu schade, da bleibt einfach nix übrig von den Aspekten, auf die ich Wert lege. SL und ein Spieler haben sehr intensives Bedauern bekundet wegen meines Ausstiegs, der Rest hat ihn nicht mal irgendwie kommentiert, obwohl ich mir Mühe gegeben habe, meinen Ausstieg gescheit zu erklären.

Jo, und nun sitze ich also auch ohne SciFi da, und das auf eine sehr ambivalente Art und Weise. Ich bereue meinen Entschluss nicht und halte ihn für richtig. Gerade mit dem Ausblick darauf, dass uninteressierte/unzuverlässige Leute weiterhin mitspielen sollen oder dürfen, hab ich in der Runde einfach nichts verloren. Das Spielertheater reicht mir bei Vampire vollauf, hat mich schon bei Werwolf und Mumien echt viel gekostet, das brauche ich nicht noch mal. Und ich hab gar kein Problem mit den Leuten selbst. Die mögen echt nett sein (kann ich teils ja noch gar nicht beurteilen auf einer persönlichen Ebene) und mit denen kann man vielleicht tolle Sachen machen, spielen oder bereden – aber meinen Ansprüchen an Rollenspielrunden und deren Inhalten entsprechen sie, gänzlich unpersönlich, eben überhaupt nicht. Und ich mag mich nicht sechs Stunden lang irgendwo hinsetzen und mich im Stillen und im Nachhinein zunehmend ärgern wegen Sachen, die es eigentlich nicht wert sind. Denn man muss ja auch sehen: Offenbar gefällt mindestens zwei Spielern der aktuelle Stil deutlich besser oder entspricht ihnen mehr. Und offenbar stört es die anderen auch nicht, wenn mehr im Sinne von Nacherzählung/Meta-Ebene/Encounter-Stil gespielt wird und auch nicht, wenn Mitspieler nur auf mehrmalige Nachfragen oder gar nicht kommen. Denn niemand kritisiert da ja irgendwas außer mir. In der Vampire-Runde gab es mal etwas Vergleichbares, aber da meldeten sich plötzlich mehr als die Hälfte der Leute zu Wort, dass sie zwar mitspielen und bislang nichts gesagt hätten, sie sich das Spielen aber eiiiigentlich anders wünschen würden. Das ist hier nicht so. Und damit bin ich dann wohl ganz realistisch gesehen einfach raus.

Der andere Teil von mir ist total enttäuscht von dieser Entwicklung und megatraurig, dass ich ausgestiegen bin. Wohlgemerkt trauere ich aber der Runde hinterher, wie sie war und nicht, wie sie jetzt ist. Ein bisschen sind das ganz schön kindliche Gefühle, die ich da habe. Diese Runde ist irgendwie ein Stück weit „meins“, weil ich mich schon so dafür begeisterte, bevor es die Runde überhaupt gab. Rückmeldungen, dass ich mit dieser Begeisterung maßgeblich für das effektive Entstehen der Runde war, intensivieren diese Wahrnehmung natürlich noch einmal. Mich ärgert dieses Hin und Her, mich ärgern diese x Chancen für irgendwen, dieses ständige Neuaufnehmen von Leuten, dann aber niemanden wieder raussetzen wollen, damit auch keiner böse ist oder es persönlich nimmt oder oder. Wir haben da in Sessions zu zweit oder dritt gesessen und es waren tolle Abende. Jetzt ist abgesichert, dass es dadurch nicht „zu langweilig“ wird, sollte noch mal wer ausfallen oder gar mal zwei auf einmal, und damit ist aus was total Tollem für mich eine Menge Murks geworden.

Naja, mir bleibt nix übrig als hinzunehmen, wie es gelaufen ist und zu akzeptieren, dass sich der Schwerpunkt und/oder das Interesse verlagert hat, was mich selbst als Folge dessen gekickt hat. Gekickt, darf man ja auch nicht vergessen, hab ich mich ja selber. Bei dieser Runde streng genommen sogar zum zweiten Mal. Tut mir echt total leid und ich hab daran ordentlich zu knabbern, muss ich gestehen. Aber … tja, wie es im Ruhrpott so schön heißt: „Machste nix. “ 😦

Shadowrun

Irgendwo hatte ich dazu auch mal kurz was geschrieben hier im Blog: Ich wollte wieder Shadowrun spielen beziehungsweise eine Kampagne leiten. Hab mir auch alles ausgedacht und mich (wenig, zugegeben) in die 4. Edition (wieder) eingelesen, es gab zwei Vorab-Sessions, um zu gucken, wer wie gut mit wem zusammen passt, sowohl von den Charakteren als auch Spielern her, und alle haben sich total viel Mühe mit der Ausarbeitung ihrer Charaktere gegeben, was echt motivierend für mich war.

Letztlich kam ich vor allem auf die Idee, weil SR quasi „das“ System meines Mannes war, immer schon. Nachdem wir jahrelang nur SR gespielt hatten, hatte ich einige WoD-Jahre im Gegenzug eingeläutet. Doch wieder SR zu spielen, war unter anderem quasi mein Versuch, da mal wieder mehr gemeinsam zu machen und an gemeinsame Interessen anzuknüpfen und so weiter. Richtig losgehen sollte es dann zum Jahreswechsel. Naja, bis dahin war meine Ehe allerdings schon beendet.

Danach hab ich wegen der Mühe der Mitspieler echt ewig gehadert, ob ich die Runde trotzdem mache. Ich fand, sie haben das echt verdient, dass ich das nicht cancele, sondern trotz der veränderten Umstände leite. So hatte ich mich auch zunächst entschieden, aber dieses Bauchgefühl … mein Herz schlägt einfach schon urlang nicht mehr für SR und hat es nie zur Gänze getan … entsprechend konnte ich mich da nicht aufraffen, irgendwie mal in die Gänge zu kommen.

Letztlich hab ich alle Spieler aus der Runde in anderen Runden „untergebracht“. Sind eh nur zwei Spieler dabei gewesen, mit denen ich sonst gar nicht am Tisch sitze (mit dem einen spiele ich in einer Teamspeak-Runde immerhin), und beide hab ich für eine „Mummy“-Kampagne begeistern können. Juhu! – Und tschüss, SR!

Mumien

Wie eben erwähnt, steht das System wieder auf dem Plan. Da gab es 2012 ja auch so eine Runde mit etlichen Aus-, Um- und Einstiegen (hier vor allem, weil das Ganze ursprünglich als One-Shot geplant war, dann als Minikampagne, sich dann ausweitete und sich damit die Voraussetzungen mehrfach änderten), die mich einiges an Nerven gekostet hat. Nach der letzten Session hatte ich das alles noch ein bisschen sacken lassen, was ich im Feedback zur Session schrieb und mich dann dazu entschlossen, die Runde tatsächlich an den Nagel zu hängen. Da hatte es einfach zu viel Unzufriedenheit und Kritik gegeben, die ich mir sehr zu Herzen genommen habe. Kritik hinsichtlich bestimmter Sachen ist ja völlig okay und sogar von mir erwünscht, aber da waren viele persönliche Kleinigkeiten dabei mit dem Unterton „Das ist alles Blödsinn“, und das wurde mir dann einfach zuviel und hat mir den Spaß an der Runde verdorben.

Dennoch hab ich die Kampagne, die ich da spielen wollte, nie so ganz ad acta gelegt. Dazu schlug und schlägt mein Herz auch zu sehr für die Geschichte (was die Nummer mit der Kritik zuvor sicherlich nicht gerade einfacher gemacht hat). Nachdem nun das nWoD-Mumien („Mummy, the Curse“) erschienen ist bzw. erscheint, ist es also Zeit, einen zweiten Versuch zu wagen. Diese Runde hat nun vier Spieler und wird diesmal eine Tischrunde. Ein Charakter und Spieler stammt aus der bisherigen Runde, alle anderen steigen neu ein.

Wie das laufen wird, ob es wirklich auch hintergrundsmäßig die nWoD wird oder nur regeltechnisch, ob es schwerpunktmäßig vom Hintergrund her doch eher „Resurrection“ wird, ein Mix mit „Immortals“ oder was auch immer sonst, das wollen wir alle zusammen März/April besprechen und dann voraussichtlich im Mai loslegen. Mal sehen, bin gespannt.

Hunter

Diese Runde leite ich noch immer und würde sie kurzum als stabil bezeichnen. Das einzige, was da nicht so stabil läuft, sind die Spieltermine. Eigentlich sind die ja festgelegt, aber gerade in den letzten Monaten ist die Runde total oft ausgefallen, fast immer kurzfristig. Und da muss ich auch gestehen, dass das fast immer von mir ausgegangen ist. Mea culpa. Mit den ganzen privaten und beruflichen Änderungen hätte ich vielleicht besser eine Pause von 2-3 Monaten einlegen sollen, um dann gescheit wieder durchzustarten. Wäre vielleicht besser gewesen. Naja, hab ich aber nicht … also da muss ich mich echt mal ordentlich und mehr in den Hintern treten und bin meinen Spielern da echt dankbar für ihre kontinuierliche und problemlose Teilnahme und all sowas. Also: Danke! 🙂

D&D

Jawohl, ich bin jetzt bei einer D&D-Runde dabei, und zwar Eberron. Ist ganz passend, weil Eberron schon zur Jahrtausendwende (das war doch ungefähr da, als es erschien, oder?) ein Fantasy-Setting war, das ich tatsächlich gespielt hätte anhand der wenigen Infos, die ich dazu hatte. Damals sollte es eine Forenrunde zum Kennenlernen geben, die aber nie zustande kam. Gepaart mit meiner megaschlechten AD&D-Erfahrung von vor Urzeiten, meiner früheren DSA-Affinität und meiner heutigen Abneigung gegen das klassische Fantasy-Genre (nicht, weil es „doof“ ist, sondern weil ich davon einfach total gesättigt war/bin), war ich da echt gespannt. Bin ich genau genommen auch immer noch.

Bisher habe ich erst zwei Male mitgespielt und kann zur Runde noch gar nicht viel sagen. Dass das System nicht meins ist, dürfte jetzt wohl eher niemanden verwundern, abseits davon bin ich noch vollauf damit beschäftigt, mich da irgendwie einzufinden, als dass ich da großartige Kommentare abgeben könnte. Mal schauen.

Ich glaub … jetzt hab ich alles. Oder vermisst jemand etwas bzw. eine bestimmte Runde in der Liste?

Kommentare, Meinungen, Hinweise und Tipps, gerade zu meinen „Problemen“ hier: Gerne, gerne! 😉

4 Kommentare zu “Der Wurm

  1. uff was für ein Wurm! Aber schön diese ganzen Infos zu bekommen, sich ansehen zu können, so ganz grau auf weiß(oder ist das schwarz auf weiß?)

    Ich hoffe die bleiben konstat, vorallem bei der Hunter-Runde(Als tütütragender Malkavianer fühle ich mich ihr geringfügig vebrunden ;)) erhoffe ich mir das. Das Projekt ist relativ jung und hat so viel Potential durch dich als Spielleiterin bekommen! Ich hoffe, trotz terminlicher Schwierigkeiten, bekomme ich noch einiges von der Runde zu hören!

  2. Uiuiuiu…
    Soviel Drama hatte ich seit Teenager Jahren nicht mehr im Rollenspiel!!
    Der Wahnsinn.Ich hab trotz stetig wechselnden Mitspielern eigentlich nie sowas.
    Es liegt immer an Umzügen, wenig Zeit oder anderem Spielstil.
    Auch die „Spieltrennungen“ werden bei uns eigentlich nie persönlich gekommen.
    In den 8 Fällen, die mir gerade einfallen, gab es nur 2 mal Zoff. Sicher vielleicht hat der ein oder andere ein komisches Gefühl dabei, aber sauer ist man nicht und geht auch so noch mal einen trinken.

    (achja.. wenn in deinen Werwolfrunden immer der Wyrm drin ist… :D)

    • Hui, da fühl ich mich (als Teenager) ja gleich wieder viel jünger, vielen Dank! 😀 Und, dass ich darauf nicht gekommen bin … der Wyrm … natürlich! *Stirn patsch* Also: Auf in den Kampf, hm? 😉

  3. […] März hatte ich im Artikel “Der Wurm” etwas von einer SciFi-Runde geschrieben. Erst sehr viel später fiel mir auf, dass diese […]

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