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Feedback zum 30. Inplay Vampire (DA)

Nach der letzten Session war der Unmut ja ziemlich groß, umso mehr also die Frage, wie die anstehende so werden würde.

Ein kleines Stück haben wir die Handlung tatsächlich zurückgespult, denn die Begegnung mit Vash, dem Tzimisce, hatte es bei der vorigen Session schon ein bisschen gegeben. An diesem Punkt sind wir diesmal wieder eingestiegen und Vash zeigte sich diesmal deutlich freundlicher, höflicher und kooperativer, wenn man so sagen kann. Fast tat der SL mir ein bisschen leid, weil ihm wirklich sehr anzumerken war, wie er sich bemühte, es diesmal besser zu machen und gerade anfangs wirkte er darum auf mich auch einige Male etwas unsicher. Naja, gelohnt haben sich die Bemühungen jedenfalls, was die Begegnung mit dem Tzimisce betrifft, was ich entsprechend ziemlich gut fand.

Was mir bei unserem „Teilzeit-SL“ immer mal wieder auffällt ist, dass er einen stark Hang zu Plots mit Träumen, Visionen, Illusionen und derlei Surrealem zu haben scheint. Eigentlich trifft er da bei mir auf fruchtbaren Boden, denn ich mag solche Plots hin und wieder sehr gern und sowieso alles Surreale, allerdings hatten wir vor einem Jahr zuletzt einen Plot vor diesem Hintergrund und da stellte sich raus, dass das bei den Spielern ansonsten nicht so gut ankam. Allerdings spielen wir mittlerweile in recht anderer Konstellation, also fand ich das ganz gut, etwas in dieser Richtung nochmals zu versuchen. Was mir dabei von SL-Seite nicht so gut gefallen hat war, dass man ziemlich hindurch „geroadet“ wurden und zudem mag ich Szenen nicht, die Handlungen oder Empfindungen meines Charakters festlegen, ohne dass ich darauf Einfluss nehmen kann und ungeachtet dessen, wie passend ich das für den Charakter empfinde. Dazu neige ich hin und wieder auch mal, ist mir irgendwann aufgefallen und seither versuche ich strikt, sowas nicht vorkommen zu lassen, hab auch zwei meiner Spieler mal gebeten, mir in die Parade zu fahren, wenn ich mit sowas ankomme. Bislang hab ich da wohl Glück gehabt und musste nicht zur Raison gebracht werden, aber sicher ist sicher.  Was mir hingegen von Spielerseite da nicht so gut gefallen hat war der lapidare Umgang. Ungeachtet dessen, ob man sich nun in das Geschehen reinfinden konnte oder nicht, ob man es mochte oder nicht, war doch in jedem Fall deutlich zu merken, wie viel Mühe darin steckte. Das Licht im Raum wurde auf Kerzenlicht reduziert und die wohl mit größte Stärke des SL, nämlich seine Cuts, kamen hier sehr zum Tragen. Zusammen mit dem Bemühen und der Unsicherheit, die aus der letzten Session resultierten, hätte man da vielleicht ein kleines bisschen offener sein können.

Was mich im Outplay-Bereich einigermaßen auf dem falschen Fuß erwischt hat war der Umgang mit den prekären Themen des Abends beziehungsweise einem. Teil der durch die Charaktere während des Tagschlafes erlebten Erinnerungen aus dem Haus (siehe Tagebuch zur 30. Session) war ja, dass einer der Charaktere vergewaltigt wurde. Das fand ich in angemessener Form ins Spiel gebracht, allerdings den Outplay-Umgang damit nicht zur Gänze. Da fiel der eine oder andere „witzige“ Standard-Stammtischspruch, solche Fragen wie „Stehst du drauf?“ und solcherlei, und das hat mich ziemlich abgenervt, muss ich sagen. Trat nicht übermäßig auf, waren echt nur ein paar wenige blöde Bemerkungen, aber die sind hängengeblieben.

Es gab ansonsten einige kleinere Faux Pas an dem Abend, die aber nicht weiter ins Gewicht fielen. Einige Prüfungen der Tugend sind natürlich bei einer Runde Vampiren, die zu größeren Teilen Sündenpfaden folgen, nicht ganz so einfach zu handlen, auch bin ich keine Freundin willkürlicher Umstandsmodifikatoren, allerdings bekanntlich auch keine von „Zieh dir mal 12 ab“, wie es den Spieler von Tomáš bei einem Kampf gegen einen scheinbar normalen Menschen (Dark Hero-Template) traf. Das war allerdings unserem üblichen SL geschuldet, der diesen NSC kreiert hatte.

Diesmal hatten wir auch eine neue Spielerin, nämlich die der Giovanni, mit dabei. Machte auf mich einen netten, freundlichen und vor allem kooperativen Eindruck, allerdings kann ich dazu gar nicht viel mehr sagen, da sie relativ wenig Raum hatte an diesem Abend, um sich einzubringen. Aber hatte sie welchen, hat sie den auch sogleich genutzt, was mir echt gut gefallen hat.

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