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Wie und wieso doch wieder Shadowrun?

Wieso jetzt auf einmal Shadowrun? Ganz einfach: Ich hab das etliche Jahre gespielt (3.01D), obwohl die WoD eigentlich viel mehr „meine Welt“ ist. Shadowrun kann bei mir aber nie so ganz schlecht wegkommen, weil ich dank dieses Systems und einer entsprechenden Spielrunde damals meinen Mann kennen gelernt habe. 😉

Die 4.01D habe ich lange erfolgreich ignoriert nach dem ersten Probespiel (und der Erstausgabe des „hübschen“ und „umfangreichen“, vor allem „vollständigen“ Grundregelwerks). Eine Weile blieben wir sporadisch bei der 3.01D, dann fehlten ewig Zeit und Co. für’s Rollenspiel an sich, danach wollte ich endlich mal so exzessiv WoD spielen wie zuvor SR, so dass Shadowrun bis vor kurzem einfach kein Thema war.

Durch eine der vorgefertigten Kampagnen dachte ich mir dann: „Joa, könnte man doch mal wieder spielen“, und gepaart mit einem positiven Spielerlebnis („Oh, die 4.01D ist ja gar nicht sooo grottig“) habe ich dann beschlossen, ich versuche einfach mal, eine Tischrunde dafür ins Leben zu rufen. Das Feedback dazu war deutlich besser, als ich mir das so vorgestellt hatte. Von ursprünglich 10 Leuten, von denen ich spontan dachte „Jepp, mit denen mag ich das gerne spielen“ habe ich erst mal nur sieben angeschrieben – und alle haben zugesagt!

Wenn ich das geahnt hätte, hätte ich wohl in kleinerer Dosis nachgefragt, aber obwohl einer der potenziellen Mitspieler noch vor der Charaktererstellung abgesprungen ist, hatte ich mit sechs Mitspielern natürlich mal gleich zu viele auf einem Haufen – und dabei noch einen auf der „Warteliste“, den ich eigentlich wirklich gerne noch dabei hätte. Puh.

So wirklich Bock hatte ich eigentlich immer noch nicht, auch nicht, als ich eine lange Mail an alle verfasste, in der ich meine Vorstellungen von der Runde und den Charakteren recht ausführlich beschrieb. Auf Grund der Gesamtmenge hatte ich an der Stelle auch gleich klar gemacht, dass es zwei One-Shots vorab geben würde, nach denen ich mich wohl von 1-2 Leuten verabschieden würde, statt sie mit in die Kampagne zu nehmen, weil 6-7 Spieler am Tisch einfach zu viele sind.

Und dann … dann trudelten nach und nach die Charaktere ein, und die waren SO toll, SO abgerundet, hatten SO eine prima Hintergrundgeschichte und all solche Sachen … dass sie mich damit ziemlich gepackt haben. Auf einmal hatte ich – regeltechnisch sowieso, aber auch SR-historisch usw. gesehen – eingerostetes Ding ganz viele Ideen, hab ganz viele Möglichkeiten gesehen für Sachen, die man einbauen kann, die charakterspezifisch sind, persönliche Plots quasi.

Wie arg ich einfach raus bin aus der Welt von SR, das habe ich dann gemerkt, als ich angefangen habe, mir wirklich mal konkrete Gedanken zu Ablauf und Kampagne zu machen. In den letzten Jahren habe ich unglaublich vieles vom Setting her vergessen, was die 3.01D betrifft, in der 4.01D bin ich weder vom Setting her noch regeltechnisch jemals so wirklich angekommen. Ist natürlich ein bisschen blöde, wenn man da was Längeres leiten will und eigentlich keine Ahnung hat von dem, was man da tut …

Auch da muss ich meine potenziellen Spieler allerdings mehr als loben. Vier von ihnen haben sofort gemeint, dass das kein Problem sei und wir dann eben erst mal eine ganze Zeit lang so spielen, dass ich vorwiegend die Story liefere und sie die Regeln. Ja, ja, da werden sich jetzt einigen die Nackenhaare aufstellen, denn Regelkenntnis ist ja schon für den Spieler, erst recht aber für den Spielleiter immer das oberste Gebot. Ist auch hilfreich, keine Frage. Aber ich habe früher mit meiner alten Runde immer schon so gespielt und auch geleitet, dass ich die Regeln quasi ignoriert habe und wenn sie relevant waren, das die anderen am Tisch geregelt haben. Und das hat gut funktioniert – für alle von uns – und war eine Art selbstregulierendes System. Und wie es aussieht, kehren wir zumindest im nächsten halben Jahr oder so auch innerhalb dieser Runde zu diesem System zurück. Ich find das gut, und ich bin den „wissenden Spielern“ da auch ziemlich dankbar, muss ich sagen.

Bin jedenfalls gespannt, wie es dann nach den zwei One-Shots so aussehen wird, ob da noch alle Bock haben, ob ich da noch Bock habe, wie die Charaktere „live“ so sind und all sowas.

3 Kommentare zu “Wie und wieso doch wieder Shadowrun?

  1. Sehr schön! Keep uns posted 😉

  2. […] Irgendwo hatte ich dazu auch mal kurz was geschrieben hier im Blog: Ich wollte wieder Shadowrun spielen beziehungsweise eine Kampagne leiten. Hab mir auch alles ausgedacht und mich (wenig, zugegeben) in die 4. Edition (wieder) eingelesen, es gab zwei Vorab-Sessions, um zu gucken, wer wie gut mit wem zusammen passt, sowohl von den Charakteren als auch Spielern her, und alle haben sich total viel Mühe mit der Ausarbeitung ihrer Charaktere gegeben, was echt motivierend für mich war. […]

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