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24. Inplay (SL-Zusammenfassung), Vampire, Dark Ages, Tischrunde – “Eine seltsame Statuette”

Die abrupte Abreise sorgte in den folgenden Nächten noch für einige Diskussionen unter den Vampiren. Warum hatte Durga so überaus heftig reagiert? Und war es nicht dumm gewesen, sie alle größerer Gefahr auszusetzen, als eine Reise ohnehin schon für sie alle bedeutete? Sowieso stärker als sonst von der Sonne bedroht, in einer fremden Umgebung, und dann eine Möglichkeit ausschlagen, die zumindest für unbehelligtes Reisen bei einer Vielzahl der hier ansässigen Vampire gesorgt hätte?

Mit derweil beschäftigt war die Gruppe immer wieder mal noch, als sie die Stadt Lahore erreichten. Dank Viktor waren die Formalitäten kein Problem. Im Gegenteil schaffte er es sogar, ein Gasthaus drei Nächte lang für die Reisenden räumen zu lassen und lenkte den Verkauf von Durgas Planwagen zu Gunsten zwei weiterer Kutschen in die Wege. Durga schien von der Stadt und ihren Gepflogenheiten enttäuscht zu sein, nicht nur, weil sie im Umkreis des Gasthauses eine Dupatta zu tragen hatte, sondern vor allem, weil Lahore unübersehbar in muslimischer Hand war.

Andere wie sie selbst fanden die Reisenden zunächst nicht und machten sich nach Melissas ersten Erkundungen gemeinsam auf, um die Gärten von Shalimar zu besuchen – die Frauen des Klüngels, um deren Schönheit gebührend zu genießen, die Männer vorwiegend, um nach Beute zu suchen. Letztlich musste Durga auf Grund ihres Makels, der alles um sie herum sogleich verdorren ließ, unter Samnangs Aufsicht zurückbleiben, während die anderen ohne sie weitergingen. Als sie zurückkehrten, war Melissa von einer ganzen Traube williger Menschen umgeben, die anderen mindestens genährt, und Adonai hatte etwas Besonderes entdeckt:

Seine Meditation war durch eine Unterbrechung des Chi-Flusses gestört worden, wodurch er auf eine wenig mehr als eine Handlänge messende Tonfigur aufmerksam geworden war. Die Statuette selbst war äußerst schlicht, doch Melissa fand eine Spur menschlichen Blutes darin verarbeitet und nach und nach erkannten sie alle durch ihre geschärften Sinne die Aura der Tonfigur, die unglaublich faszinierend war und die Bahari der Gruppe sogleich an den mitternächtlichen Mantel erinnerte, der die Dunkle Mutter umgab.

Melissa opferte der Tonfigur einige Menschen und deren Blut, was Adonai schließlich dazu brachte, die Figur in einem Anflug von Unbeherrschtheit zu zerstören. Doch kaum hatte er dies vollbracht, reckte er die Bruchstücke in die Luft und forderte die Anbetung der Statuette. Der Zustand des Raumes, der Anblick und Geruch all des noch warmen Blutes zusammen mit der ungebrochenen Anziehungskraft der Statuette sorgte dafür, dass die einzelnen Mitglieder des Klüngels nach und nach in eine Art Ekstase verfielen.

Durga wandte sich mit eindeutigen Absichten Adonai zu, der darauf sehr erfreut reagierte, bis Melissa die Kraft ihrer Stimme einsetzte, um Durga von ihm fort zu locken. Als sei Adonai vergessen, vergnügten sich Melissa, Durga, Eszter und schließlich auch Reynaud miteinander, während Viktor, Tomas und Adonai den Raum schließlich verließen – jeder auf seine Weise enttäuscht bis angewidert von dem, was sich ihren Augen in diesem Raum geboten hatte.

Während Adonai sich für den Rest des Aufenthalts in Lahore nicht mehr bei den anderen blicken ließ, verbrachte Melissa die nächsten zwei Nächte damit, die Tonfigur unter Zuhilfenahme der Bruchstücke wieder rekonstruieren zu lassen und sie geschützt durch eine stählerne Kassette mitzunehmen, als die Reise schließlich weiter ging.

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