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Feedback zum 23. Inplay Vampire (DA)

Im Grunde gibt es für diese Session zwei recht verschiedene Feedbacks – eins, wie ich es vor der kurzen „Feedbackrunde“ verfasst hätte und eines, wie ich es danach verfasst hätte. Ich schreibe einfach mal beide auf.

An sich fand ich den Abend nett und auch etwas flüssiger als die Session davor. Ist nicht ganz soviel passiert, also es wurde – zum Glück – nochmals an das Gespräch mit der Setitin angeknüpft, das bei der letzten Session am Ende stand und von dem nicht ganz soooo viel bei allen hängen blieb, eben weil es am Ende stand und alle ziemlich müde waren. Danach ging die Reise recht unspektakulär weiter, bis eine Begegnung mit Wan Kuei mitsamt Gefolge stattfand, die die Gruppe schließlich nach Kabul führte und dazu, dort mit den Gastgebern um eine Aufgabe zu verhandeln. Die Gruppe sollte eine Art Prüfung absolvieren, um nach deren Bestehen dann ein Zeichen zu erhalten, das ihnen sichere Passage durch den Osten geben sollte.

Etwa nach der Hälfte der Spielzeit konnte ich meinen „Zwischendurch-SC“ Eszter gegen meinen eigentlichen Charakter Durga tauschen. Die war von dem Kontakt und der Vereinbarung mit den Wan Kuei alles andere als begeistert und für die sofortige Abreise. Der Salubri schloss sich einerseits aus Pfad-/Loyalitätsgründen und andererseits deshalb an, weil er wohl erst darüber (bzw. der Spieler) verstand, dass es sich um Kuei-Jin (Begriff der Moderne) und damit aus seiner Sicht wie aus Durgas um Dämonen handelt. Der Brujah schloss sich der entschieden auftretenden Durga ebenfalls aus Pfad-/Loyalitätsgründen an, während die Tzimisce sich weitgehend raushielt und der Tremere nicht so angetan von der Idee des Aufbruchs war, sich jedoch auch nicht klar dagegen stellte oder dagegen argumentierte.

Wir reisten also ab und wurden von den Gastgebern schließlich aufgehalten. Es kam zu einer umfangreichen Diskussion, die sich aus Sicht beider Parteien dauernd im Kreis drehte, bis die Wan Kuei irgendwann die Lust verlor, ging und die Gruppe weiterreisen ließ.

Obwohl wir sogar vor Spielbeginn noch darüber sprachen, landeten wir alle hier und da – allerdings diesmal ermahnungsfrei – in Outplay-Texten, wovon ich mich leider auch mal wieder nicht ausnehmen kann. Ich fand das Maß des Ganzen allerdings auch nicht zu störend. Den Abend selbst fand ich recht stimmungsvoll, ruhig und abgerundet. War kein Highlight an Session, aber schon ziemlich nett und hat Spaß gemacht.

Ich hatte mich bemüht, meinen „Zwischendurch-SC“ mal ein kleines bisschen mehr einzubringen, was so halberleidreiviertel gelungen ist, wie ich fand, aber wenigstens hat sie mal den Mund aufgemacht und sich aktiv zu der einen oder anderen Sache geäußert, was zu einigen zwar flachen, aber recht netten Zickereien mit dem Salubri führte zwischendurch.

Das Umswitchen zurück zu Durga fiel mir dann erstaunlich schwer, aber ich denke, das kriege ich recht fix wieder hin, auch wenn sicherlich nicht in den nächsten zwei Sessions, weil ich da leite und mein SC von daher eher im Hintergrund stehen wird.

So, das war das erste Feedback. Das zweite Feedback sieht dann wie angekündigt etwas anders aus:

Unser SL sah am Ende des Abends ziemlich nachdenklich aus, so dass ich nachfragte, was denn los sei. Es stellte sich heraus, dass er die überstürzte Abreise der Gruppe alles andere als gut fand. Einmal habe man bereits eine Abmachung mit ihnen getroffen und über etwa sechs Wochen die Gastgeberschaft der NSC genossen, dann sei die Diskussion am Ende ziemlich sinnlos gewesen, weil sie sich eben im Kreis gedreht habe. Diese NSC habe quasi dasselbe gesagt wie zuvor die Setitin, doch die Wan Kuei hätten wir – damit waren der Salubri-Spieler und ich gemeint – komplett abgeblockt und da keinerlei Zugeständnisse gemacht, sondern wären über Gebühr „anti“ gewesen, was für den SL absolut nicht nachvollziehbar war.

Ich hab das anders gesehen – der Salubri-Spieler auch, welch Überraschung *g* -, denn mein SC ist generell etwas impulsiver, war bei den vorherigen Abmachungen nicht dabei und eben auch nicht damit einverstanden, weil sie in den zehn Jahren nach ihrer Erschaffung gelernt hat, dass Wan Kuei eben Dämonen seien und letztlich der Grund für die Erschaffung ihres Clans (Ravnos), um nämlich eben diese Wan Kuei zu vernichten. Eine Abmachung mit denen kam also vor diesem Hintergrund nicht in Frage für sie, auch die Art der Prüfung (etwas von den „Dieben“ – die ich sogleich mit den Ravnos assoziiert habe – zurück zu stehlen quasi) ging in diesem Zusammenhang gar nicht. Hinzu kam, dass ich (also als Spielerin) es so verstanden hatte, dass dabei eine sichere Passage durch den Süden versprochen worden war statt durch den Osten. Da Durga aus dem Süden kommt, lässt sie sich ja nicht von Wan Kuei einwickeln, um eine Passage durch ihr eigentliches Land (sie kommt aus Indien) zu erhandeln, das sieht sie gar nicht ein.

Die tatsächliche Begegnung von Durga mit den „netten“ Gastgebern sah abseits der Erzählungen ihrer Gefährten dann so aus, dass sie die Abreise verhinderten beziehungsweise im Weg standen, indem sie x mit Stöcken bewehrte Leute aufstellten. Dann kam die Info, man habe uns alle in den 44 Tagen und Nächten unserer Anwesenheit beobachtet und unsere Schwachstellen erkannt, beispielsweise die, dass wir nicht gegen Geisterflammen bestehen könnten, die gerade quasi auf uns warteten. Das waren aus meiner und auch Durgas Sicht drei Bedrohungen hintereinander innerhalb dieser Begegnung – was soll man da noch diskutieren, klein beigeben und verhandeln, zumal wir uns in Transsylvanien schon so oft und lange von irgendwelchen NSC im Vorfeld haben einspannen lassen für irgendwas?

Was ein Mitspieler später noch einwarf war, dass ich extrem forsch gespielt hätte, selbst wenn man bedenkt, dass mein SC grundsätzlich etwas impulsiver/zickiger ist. Das kann sein, weil ich ziemlich froh war, Durga wieder spielen zu können, dass ich da von mir unbemerkt über das Ziel und das eigentliche Verhalten von ihr hinaus geschossen bin. Auch war die Sitzordnung für diesen Part des Spiels sicherlich nicht sehr hilfreich, denn der SL wurde ausgerechnet von den dominanten Spielern/Charakteren in dieser Szene, also von mir und dem Salubri-Spieler, flankiert, während die anderen weiter hinten saßen.

Davon abgesehen habe ich weder Enttäuschung noch Verärgerung des Spielleiters abschließend verstanden und muss sagen, dass ich das auch jetzt mit einigem Abstand noch immer nicht so wirklich verstehen kann. Bislang wurde propagiert, dass wir entscheiden können, wie wir wollen und sich das Spielgeschehen quasi darauf einstelle beziehungsweise sich dann eben entsprechend verändere. Das entspricht für mich nicht der Kritik, wie sie da gelaufen ist, darüber hinaus hätte er meiner Ansicht nach aber auch sagen können: „Okay, Leute, irgendwas läuft hier gerade schief/komisch“ und das Ganze halt mal im Outplay anreißen können, wenn es ihn so gewurmt hat.

Für mich sehr enttäuschend war einige Kritik diesbezüglich, die ich durchaus persönlich genommen habe. Ich wusste beispielsweise im Vorfeld, dass ein Zusammentreffen mit den Kuei-Jin anstehen würde an irgendeiner Stelle und habe mehrfach darauf hingewiesen, also ebenfalls im Vorfeld, dass und warum ich das problematisch finde für meinen SC, was ein weiterer Punkt war und ist, warum ich die Kritik zur Szenenentwicklung so schlecht nachvollziehen kann. Gesagt wurde dann, das sei nicht pfadentsprechend gewesen, sondern eher dem Pfad des Paradox entsprechend, was ich (natürlich, wen wundert’s) anders sehe. Insgesamt hab ich mich ziemlich so gefühlt, dass mir da nun der Schwarze Peter für die ganze Sache in die Schuhe geschoben wird, denn: Durch mich ist der Salubri, der zunächst einverstanden war mit der Abmachung, auf die Gegenseite gekippt (siehe oben), unter anderem durch ihren Pfad begründet folgten sowohl der Brujah und der Salubri meinem SC, und damit war das Ganze im Grunde bereits gelaufen. Ich hingegen denke, dass es jedem immer noch selbst obliegt zu entscheiden. Der Tremere hätte ja auch den Mund aufmachen und sich gegen diese Entrüstung von Durga und ihre Entscheidung stellen oder sie zumindest noch mal diskutieren können. Auch die Tzimisce (SL-Char und Geliebte/Partnerin meines SC) hätte da noch lenken können. Tatsächlich habe ich sogar mindestens zwei Male nach Meinungen gefragt und es kam nicht wirklich was – da hieß es im Nachhinein, da sei die Entscheidung ja bereits gefallen und es sei nur noch um die Diskussion gegangen, ob man sich von den Gastgebern noch verabschiede oder nicht. Ja, und? Darum kann man doch trotzdem seine Meinung vertreten, wenn man schon danach gefragt wird, wenn es einem nicht egal ist? Und wenn ich als SL unbedingt will, dass die SC doch noch bleiben und die Vereinbarung einhalten, dann tauche ich nicht mit x „bewaffneten“ Leuten auf und drohe noch, sondern muss mir was ausdenken, da mehr Schritte auf die SC zuzugehen (und/oder das Ganze eben outplay anzusprechen). Dass dann noch Vorwürfe in die Richtung mangelnder (Spieler-)Reflexion kamen und mein Spiel sei „Mein Charakter ist halt so“-Style gewesen, hat mir dann irgendwie den Rest gegeben.

Letztlich alles schon wieder alte Kamellen, da längst geklärt (wir haben nach der Session die erwähnten Punkte noch gute zwei Stunden lang zu dritt diskutiert, also wirklich geklärt), aber das hier ist ja nun mal das Feedback zur Session und von daher gehört das schon auch noch mal hier rein. Ein komischer Nachgeschmack und die Enttäuschung darüber, dass der an sich aus meiner Sicht ganz nette Abend dann durch sowas und in der Form nach Abschluss der Session nochmals gekippt ist (was ich eben vor allem auf die von mir persönlich genommene Kritik und den Schwarzen Peter beziehe), bleibt ja sowieso, also macht es den Kohl auch nicht fett, darüber im Feedback noch ein paar Worte zu verlieren.

2 Kommentare zu “Feedback zum 23. Inplay Vampire (DA)

  1. […] Konsequenzen aus der 23. Session, die Durgas heftiges Auftreten nach sich gezogen hatte (siehe Feedback zum letzten Mal). War also ein bisschen konstruiert quasi, aber ich fand das ziemlich sinnvoll und wichtig, […]

  2. […] und sogar ein bisschen gruselig. Zuvor gab es eine Stelle, die mich ziemlich verwirrt hat: Vor einigen Sessions war es so, dass sich konkret mein Charakter sehr energisch gegen die Zusammenarbeit mit den […]

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