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Feedback zum 18. Inplay Werwolf (TS)

Ich eiere jetzt schon zwei Wochen um dieses Feedback rum, weil ich einfach nicht weiß, was ich dazu sagen soll …

Die Runde hat ja quasi gerade erst eine Krise hinter sich. Zwei Spieler sind ausgestiegen, einer ist umgestiegen, zwei neue sind eingestiegen. Das ist für einen konsistenten Spielstil bei einem System wie Werwolf, wo man quasi „magisch“ ein Rudel gebildet hat mit den Charakteren, nicht sonderlich zuträglich. Aber nach ein paar Krisenabenden mit viel Trauer, Abschied, Chaos und Co. ging es dann wieder, weil die neue Rudelformation (noch inoffiziell eine solche) aus der Spielstadt Köln erst mal raus kam und zum Luftholen in einen einigen schon bekannten Caern der Fianna an der Loreley. Dort steht im Fokus, wieder auf Spur zu kommen, sich praktisch im wahrsten Wortsinn zu beschnuppern und schließlich dann als neu formiertes Rudel und mit frischem Tatendrang zurück nach Köln zu kehren, um dort in einem zweiten Anlauf möglichst alles ein bisschen besser zu machen. Das ist so die eine Seite der Medaille, kann man sagen.

Für die Abende am Caern war vor allem „Hundeschule“ geplant, und das nicht einfach nur aus Jux und Dollerei, sondern durchaus aus Outplay-Gründen. Es gab in der Runde eigentlich von vornherein einiges an Diskussionen und Unklarheiten bezüglich des Spielverständnisses, was einfach daran liegt, dass sich die Runde komplett aus Werwolf-Newbies zusammensetzt. Die einzige Ausnahme bildet da der Spielleiter, ansonsten sind wir alle mehr oder minder planlos, und die meisten haben auch kein Regelwerk oder sonstiges zum Spiel oder selbiges gelesen. Nun wurde eben reichlich erklärt, diskutiert und das Nachfragen angeboten, aber da kam nicht so wirklich was. Zwischendurch kam aber immer mal wieder sowas auf wie „Kann ich ja nicht wissen/darstellen/mich nicht reindenken, weil … ich hab ja keine Ahnung und kein Material.“ Ein bisschen was an Material wurde dann zur Verfügung gestellt und/oder angeboten, aber darauf kam dann beispielsweise sowas wie „Dazu hab ich leider keine Zeit“. Hm. Und nu? Tja, so kam es zu der Idee der „Hundeschule“, wo also die SC und deren Spieler gleichermaßen noch mal so alles mögliche lernen und proben, was grundsätzlich für so einen Werwolf wichtig ist: Eid des Mondes, Litanei, Geisterkunde, Mythen rund um Werwölfe, Stämme und Vorzeichen vor allem, aber auch ein bisschen was Praktisches wie Riechen/Tracking, Gaben erlernen, Gestaltwandel und Jagd.

Ich find das bislang nicht nur gut gelöst, sondern auch ganz gut umgesetzt. Da sind theoretische Erklärstrecken drin, aber die könnten die SC nutzen, um über verschiedene Sichtweisen zu diskutieren – daran scheint aber kaum Interesse zu bestehen. Es gibt aber auch Zeiten, die man frei gestalten kann – dabei kommt aber irgendwie wenig an Initiative rum. Und dann gibt es Gemeinschaftsaktionen wie die Jagd bei der letzten (17.) Session, die ganz gut lief – nur der Rest dann irgendwie wieder nicht so.

Den letzten Abend fand ich da ziemlich enttäuschend. Vielleicht kam mir das nur so vor, aber vor allem geschwiegen wurde viel und Initiative hab ich da wenig erlebt. Und es gibt kaum was Schlimmeres als Rumschweigerei. Die Aussagen eines SC („Wie auch immer … können wir weitermachen?“) klangen für mich recht deutlich nach gelangweiltem Outplay-Kommentar, dass genau der Spieler dann plötzlich spontan offline musste, weil ihm eingefallen ist, dass er Frühdienst hat am Folgetag … nun ja. Was da ansonsten so kam, war seltsam. Da gab es Ansätze, bei denen ich dachte „Hui, da bringt sich wer ein, da hat wer eine Idee!“ – und dann erlosch diese Flamme leider wieder und es kehrte wieder Schweigen ein. Das fand ich umso bedauerlicher, weil gerade an letztem Abend die Option bestand, total viel selbst auszudenken und einzubringen. Ganz am Ende lief es dann auch mal runder und hat mir prima gefallen, aber insgesamt kamen mir die 3,5 Stunden Spielzeit schon ziemlich zäh vor und streckenweise hatte ich das Gefühl, mit meinem Mann allein im Channel zu sein. Mag sein, dass mir das nur so vorkam … denke ich aber eher nicht.

Ich meine, jeder kann mal nen schlechten Abend haben, einen Hänger, findet einen Inhalt öde oder sonstwas, kein Ding, aber das jetzt ist ja zeitlich abgegrenzt und es sind Inhalte, die jedem zu Gute kommen, es geht um Grundlagen und Regeln, die jedem Spieler und auch SC weiterhelfen. Das ist ein Angebot an uns, damit man eben weder Zeit noch Material extra braucht, sondern den ganzen Krempel inplay lernt und nachfragen kann. Ich find’s schräg, wenn dann die Beteiligung streckenweise gen Null geht oder man sich sogar komplett aus allem rauszieht. Kein Material, keine Zeit, keine Lust? Was soll man da noch anbieten oder wo soll man da noch ansetzen, wenn Nachfragen eigentlich nur sowas ergeben wie „Hm, was? Nö, alles tutti, wieso?“ Fühl mich da ziemlich frustriert.

Einen Tag vor der Folgesession (also vor dem 19. Inplay) habe ich ins Gruppenforum meine Wahrnehmung des Ganzen mal gepostet. Wollte ich erst im Nachhinein machen, aber dann hab ich mir überlegt, dass das eigentlich Blödsinn ist und eher das Gegenteil Sinn ergibt. War gespannt, wie die anderen das für sich alles so wahrgenommen haben oder auch, warum sie so spielen oder nicht spielen, wie sie es tun, denn – siehe letzter Absatz – bei mündlichen Nachfragen, gerade direkt nach einer Session, kommt da ja nicht wirklich was an Feedback anderer zurück sonderlich. Gut, da könnte im Tagesverlauf noch was an Rückmeldungen kommen heute, aber es würde mich fast wundern. Verstehe ich nicht.

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