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Rezension: Das Lufer-Haus

Da schreibe ich letztens noch, dass ich mich bei Rezensionen wohl erst mal auf Regelwerke und Quellenbücher beschränken werde und dann fang ich gleich mit was ganz anderem an, nämlich mit einem Hörspiel. Aber diese Produktion hat mich derart geflasht … das muss jetzt sein.

Über „Das Lufer-Haus“ bin ich zufällig gestolpert, ohne genauer zu wissen, worum es dabei überhaupt geht. Da ich das Hörspiel über Audible runtergeladen habe, habe ich auch erst ein wenig verspätet festgestellt, dass es sich um eine Produktion von Kai Schwind und eine Veröffentlichung der Lauscherlounge handelt. Gerade letzteres steht für mich persönlich sowieso immer für außergewöhnlich gute Hörspiele, also hätte ich „gewarnt“ sein können, denn dieses Hörspiel hat mir – vielleicht gerade, weil ich so unvorbereitet da ran gegangen bin – ziemlich die Schuhe ausgezogen. Wer es nicht so mit Downloads haben sollte: Das Hörspiel gibt es auch in Form von 2 CDs für etwa 13€.

Ich werde mich jetzt gar nicht so lang über den Inhalt auslassen, denn dazu kann man etliches nachlesen, vor allem die Webseite zum Hörspiel empfehle ich an dieser Stelle mal, weil die noch etliche Zusatzinfos und ein Making Of-Video von ca. 20min. Länge enthält. Im Grunde geht es einfach darum, dass ein parapsychologisches Forscherteam sich im so genannten Lufer-Haus in der Schweiz einnistet, um dort übernatürliche Phänomene zu erforschen, die es in den letzten etwa 200 Jahren dort wiederholt gegeben haben soll.

Die Sprecher haben sich mitsamt Kai Schwind tatsächlich in ein Landhaus zurückgezogen und dort quasi live alles aufgenommen, was der Aufnahme ein ganz besonderes Flair gibt. Klingt alles nach authentischem Material, und genau das soll auch suggeriert werden beim Hören. Und ja, der Vergleich mit „Blairwitch Project“ liegt nahe, aber ein Hörspiel ist ein anderes Medium, darum fand ich das Ganze sowohl interessant als auch wirkungsvoll.

Aufgelöst wird die Story allerdings erst in den letzten paar Minuten, und auch das nicht zu hundert Prozent. Wer es genau wissen will, findet aber noch mehr Hintergrundinformationen auf oben genannter Webseite. Mich hat es nun nicht sonderlich gestört, dass doch etliche Fragen am Schluss offen bleiben und ich bin zufrieden damit, noch einiges im Nachhinein nachlesen gekonnt zu haben (tolle Satzkonstruktion!). Unter’m Strich ist dieses Halberleidreiviertel bei der Auflösung aber das einzige überhaupt zu findende Manko bei dem Ganzen.

Also, wer Hörspiele mag, die Lauscherlounge mag, „Blairwitch Project“ mochte: Unbedingt anhören!

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