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Feedback zum 17. Inplay Werwolf (TS)

Joa, die Session wäre dank blödem Headset für mich fast ins Wasser gefallen, was sich natürlich gleich mal ordentlich auf meine Laune niedergeschlagen hat. Dabei hab ich das Ding erst seit einigen Wochen und es hatte ganz gute Bewertungen bekommen (Sennheiser). Oller Mist.

Dadurch hab ich vom Anfang der Session logischerweise nicht allzu viel gehabt und nach einer halben Stunde beschlossen, einfach nur zuzuhören statt mitzuspielen. Hat mich massig gewurmt, und die ganzen hilfreich gemeinten Kommentare, die parallel via TS-Chat, ICQ sowie persönlich auf mich einprasselten, haben meine Laune nun nicht gerade angehoben.

Dann ging es inplay auch noch ziemlich zügig los mit einer Jagd. Da muss ich mir echt mal irgendwas einfallen lassen, denn das Jagen ist nun mal ein relevanter Spielanteil und die gestern beschriebene Jagd war durch mehr aktive Spielerteilnahme und umfangreichere Beschreibungen aus meiner Sicht auch deutlich besser als unser letztes und erstes Spielen einer Jagd, von daher alles in Butter. Dumm nur, dass ich einfach die Macke habe, keinen emotionalen Kram und/oder Brutalität in Bezug auf Tiere aushalten zu können. Ist schräg, weil mich parallel dazu echt Null stört, wenn dasselbe in Bezug auf Menschen geschieht, aber das war so ziemlich immer schon so und ich kann es einfach nicht. Ich kriege auch einen Föhn, wenn ich sowas irgendwo lese oder bei einem Hörbuch höre, worauf dann nicht selten auch ein Abbruch meinerseits erfolgt. Das Murmeltier zu Beginn von Stephen Kings „Die Arena“ hat dafür gesorgt, dass ich wohl nie rausfinden werde, was in dem Buch so geschieht und auch, wenn ich in dem Fall durchgehalten hab, weil die kurze kritische Szene erst ziemlich spät im Buchverlauf auftauchte, hat „So ruhet in Frieden“ von John Ajvide Lindqvist fast dasselbe Schicksal ereilt. Naja, den Rehen, die wir da aufgestöbert hatten, stand jedenfalls die Angst in den Augen, und als dann ausgerechnet an den – behaupte ich mal so, ich hab keine Ahnung, ob das so genau stimmt, ist nur mein Eindruck – naturverbundensten Spieler noch die Aufforderung ging, er solle beschreiben, wie er einem Tier an die Kehle springt, hab ich mein Headset mal lieber abgeschaltet und meinem Mann (spielt auch in der Runde) gesagt, er soll mir einfach Bescheid geben, wenn die Jagd vorbei ist. Mich rauszuziehen und im Zweifel abzuschalten ist die einzige Option, die mir bislang so dazu eingefallen ist. Hab ich auch kein Problem mit, nur ist es meist schon knapp zu spät, wenn ich mich dazu entschließe. Ist noch gar nicht so oft vorgekommen, aber irgendwie bleibt dieses Tabu von mir nicht wirklich haften bei anderen, wahrscheinlich deshalb, weil es eben so schräg ist. Das heißt, dass ich mich an sich grundsätzlich von jeder Jagd ausschließen müsste – und man meinen SC, der meine persönlichen Probleme nämlich so gar nicht hat, jedes Mal mitschleifen müsste. Das ist irgendwie Käse. Aber was anderes fällt mir dazu nicht ein. Irgendwelche cleveren Vorschläge dazu von irgendwem?

Insgesamt hat der Abend dann aber doch Spaß gemacht, also trotz technischer Probleme. Irgendwie sind die anderen dann doch höflich darüber hinweg gegangen, so dass ich mich dann doch zunehmend am Spiel beteiligt habe, und vor allem das „selbst gestrickte“ Problem des vermeintlich schwarzen bedrohlichen Ungeheuers war unheimlich lustig zu spielen, nicht zuletzt deshalb, weil es die vermehrte Aktivität auch tendenziell eher stiller Spieler nach sich zog. Und nicht nur die, sondern auch ein bestimmter NSC hat dadurch mehr Raum und Farbe bekommen, vor allem noch ein bisschen andere Farbe, was mir auch ziemlich gut gefallen hat.

Die später folgende Theorie inplay (die Werwölfe lernen die Regeln der Werwolfgesellschaft noch mal, also Eid des Mondes und Litanei) war da etwas schwieriger. Eigentlich gab es da viel mehr Potenzial für Inplay-Gespräche und Diskussionen als noch zur Theorie vom letzten Mal, aber so wirklich genutzt wurde das leider nicht. Da waren dann wieder einige Längen dazwischen durch Schweigsamkeit von Spielerseite. Keine Ahnung, ob die das so langweilig fanden, dass sie es schnell hinter sich haben wollten und darum nichts sagten, aber ich vermute eher, dass sich in den letzten zwei Wochen trotz Ankündigung keiner die extra SL-seitig zur Verfügung gestellten Stammesbesonderheiten zur Litanei durchgelesen hat und darum einfach keiner auf solche Besonderheiten oder Unterschiede hinweisen konnte. Schade. Ich fand das nicht langweilig, denn mal abgesehen davon, dass man diese Sachen schon irgendwie im Kopf haben sollte bei dem gespielten System, find ich es ziemlich gut, das alles inplay durchzukauen anstatt jeder für sich. Vorher hieß es, man könne ja schlecht Garou darstellen, wenn man von allen Regeln und so weiter keine Ahnung hätte, dann werden sie extra inplay aufgegriffen und dann so wenig genutzt, voll schade. Vor allem ein Spieler hat da ziemlich viel nachgefragt inplay und war diskussionsbereit, was ich ziemlich gut fand, weil sonst kaum überhaupt spielerseitig Gespräche darüber aufgekommen wären, wie ich das einschätze.

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