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SL-Zusammenfassung: Mumien IX- “Die Spinne von Suomenlinna”

Melekh beruhigt sich, nachdem er begreift, dass Lara und die anderen nicht da sind, um den Kindern zu schaden, sondern sie im Gegenteil zu schützen versuchen. Er durchdringt die unsichtbare Barriere, deren Inhalt, was auch immer das sein mag, für ihn spürbar wird und beginnt, zumindest drei der fraglichen Geistermädchen zu heilen, nicht nur, um sie zu stabilisieren, sondern auch, um ihnen die Kraft zu geben, sich weiter um die Kinder kümmern zu können. Danach beruhigt er noch einmal Amani und macht dabei Vorschläge, wie sie Lara und die anderen vielleicht unterstützen könnte.

Weitere Zeit verlieren die Aminte nicht, sondern machen sich auf den Weg zum Hafen, denn Lara bat darum, sie mögen „die Spinne“ auf der Insel suchen und „den Ring“ holen. Einer der privaten Bootsverleiher hat wie alle anderen zwar auch schon geschlossen, doch es gelingt ihnen, den Zaun zu überqueren und Lenja schließt ein kleines Motorboot kurz, während Melekh die Schlüssel für das Boot beschafft – und gleich alle mitnimmt, die er im Verleihhäuschen finden kann.

Nachdem sie Suomenlinna erreicht haben, nehmen Lenja und Melekh den eigenartigen, sicherlich übernatürlichen Sog wahr, der vom Süden der Insel her rührt. Sie folgen diesem Gefühl eine ganze Weile, bis sich ihre Wahrnehmung teilt. Geradeaus und zu ihrer Linken besteht der Sog weiterhin, wirkt beinahe reißend, schwarz wie das Nichts und bedrohlich, geradeaus und zur Rechten jedoch erspüren sie etwas anderes, etwas zwar auch Dunkles, das jedoch von positiven Gefühlen durchsetzt ist. Sie entschließen sich, zunächst der letzteren Wahrnehmung zu folgen.

Sie kommen am Militär- und am Spielzeugmuseum vorbei zu verschiedenen Häusern, von denen eines besonders ihre Aufmerksamkeit erregt. Bis auf die mittleren Flurfenster, die offen sind und nur mit Folie bedeckt, sehen alle anderen Fenster … merkwürdig aus. Erst auf den zweiten Blick erkennen die Aminte, dass sie nur aufgemalt sind. Eigenartiges Haus. Die Holztür lässt sich recht leicht mit einem beherzten Schwung dagegen von Samu und Melekh öffnen. Ein Hausflur führt zu den einzelnen Wohnungen und dem morschen Treppenhaus, doch ihrem Gefühl folgend gehen sie einfach durch die Hintertür und finden sich auf einem Hof wieder, etwa 25qm groß und mit etlichen Blumenkübeln und seltsamen Dekorationen ausgestattet, an dessen Ende ein großes künstliches Spinnennetz hängt – gleich neben einer Hoftür, die zu einem anderen Haus gehört.

Die Aminte klopfen und die Tür öffnet sich. Der Flur sieht aus, als wäre er bereits Teil einer Wohnung und die gegenüberliegenden Wohnungstüren verfügen über Schilder – eine führt offenbar in ein Labor, die andere zu einer Teestunde, wenn man den Schildern Glauben schenkt. Sie klopfen an der Tür zur Teestunde und nach einem Moment wird die Tür von einer hageren Frau etwa Ende Vierzig geöffnet, die bereits komplett graue Haare hat, die sie aufgesteckt trägt. Sie trägt einen Hausmantel, der wie ihre Pantoffeln mit Plüsch verziert ist. Sie lässt die Aminte eintreten und führt sie in ihr Wohnzimmer, in dem sechs gemütliche Ohrensessel zum Sitzen einladen, davon allerdings drei bereits durch Katzen belegt, die überall in der Wohnung in nicht schätzbarer Zahl herumzulaufen scheinen. Auf die Hektik und die Ablehnung einer schönen Tasse Tee reagiert die Frau etwas befremdlich, hört sich jedoch geduldig Melekhs Ausführungen zu Lara, den Kindern und dem gesuchten Ring an.

Schließlich zeigt sich die Frau bereit, den Charakteren den Ring auszuhändigen, wenn diese ihrerseits sozusagen symbolisch Laras Schuld bei ihr, weshalb sie den Ring aufbewahrt und nicht Lara selbst, begleichen. Sie berichtet, ihr Baby befinde sich in Gefangenschaft. Der Goblin lasse es von den Boggarts bewachen, damit sie ihm nicht ins Werk pfusche, doch wenn die Aminte ihr Baby retten würden, dann wäre sie bereit, ihnen den Ring auszuhändigen.

Nachdem die Charaktere zugestimmt haben, serviert sie einen übel riechenden Milchshake oder etwas in der Art, der sie „sehen“ lässt, wie sie erklärt, doch nur Melekh greift sogleich zu. So erkennt er, dass in der Plastiktüte mit zwanzig Tischtennisbällen – „Leckerchen“ für das Baby – tatsächlich mit Blut gefüllte, zusammengepresste Nuss-Schalen liegen und er ist es auch, der in dem Fotoalbum, um das die Charaktere baten, um sich das Baby einmal anzusehen, nicht nur leere Seiten sieht, sondern bewegte Bilder, die … eine Spinne zeigen. Eine Spinne, die auf dem letzten Foto die Höhe einer Stuhlsitzfläche erreicht hat … und dieses Bild soll schon etwas älter sein.
Samu trinkt ebenfalls seinen Shake, um sich diese Fotos einmal anzusehen, auch Lenja lässt sich überreden, erbricht den ganzen Shake jedoch fast augenblicklich mitten auf den Teppich, wo sich die Katzen sofort laut schnurrend über das Erbrochene hermachen.

Melekh ist noch hin und her gerissen, möchte einerseits unzählige Fragen loswerden, zugleich jedoch so wenig Zeit wie möglich verlieren. Er entschließt sich schließlich zu letzterem, die drei lassen sich erklären, wo das „Baby“ festgehalten wird und machen sich schnurstracks auf den Weg zum südlichsten Teil der Insel, dorthin, wo sich die Hügel ehemaliger oder – wie es aussieht – aktueller Gefängnisgewölbe befinden.

Es ist nicht allzu schwer, den richtigen Hügel auszumachen, doch sie kommen nicht einmal dazu, das Innere zu betreten, als auch schon ein kleiner Mann, etwa nabelgroß und aussehend wie ein Zwerg aus einem europäischen Märchen, und ein noch kleinerer Junge aus dem Hügel stürzen und die Charaktere angreifen. Melekh, der vorn steht, wird direkt durch das Schwert des Zwerges ziemlich stark verletzt und zum Rückzug gezwungen, während Samu länger mit dem Jungen zu kämpfen hat, der ihn zu beißen versucht. Lenja übernimmt weitgehend den Kampf gegen den Zwerg, um Melekh zu schützen, Samu gelingt es, den Jungen bewusstlos zu schlagen, als die Umgebung plötzlich einzufrieren scheint. Für die Männer ist es nur ein kurzer Moment, Lenja hingegen ist eine Weile gefangen und kann sich nicht bewegen oder äußern, obwohl sie alles um sich herum mitbekommt.

Als Samu einen vorsichtigen Blick in das Gewölbe wirft, erkennt er den Grund für dieses lähmende Gefühl: Der große schwarze Hund mit seinen rot und blau schimmernden Augen stößt ein Geheul aus von Zeit zu Zeit, das einem durch Mark und Bein geht. Doch links davon, in einer Art Gehege, kann Samu den Schatten der Spinne erkennen … also müssen sie wohl hinein.

Vorsichtig nähert sich Samu dem Hund, der ihn bedrohlich anknurrt, während Lenja die Sachen des toten Boggarts und des bewusstlosen Jungen entwendet und dazu nutzt, einen „Ablenkungsball“ für den Hund daraus zu knoten. Tatsächlich gelingt es ihr, den Hund kurz abzulenken, lang genug, damit Samu das Gatter des Spinnengefängnisses öffnen kann, doch als der Hund seinen Fehler bemerkt, beißt er sich in Samus Wade fest, reißt schließlich große Stücke heraus und Samu geht schließlich bewusstlos und dem Tode nah zu Boden.

Lenja schafft es in der Zwischenzeit, die Plastiktüte mit den Bällen zu holen und einen davon in Richtung des für sie leeren Gefängnisses zu werfen, woraufhin ein Reißen zu hören ist und sich ein Schatten über den Ball hermacht, der verschwindet. Dann nähert sich der Schatten dem Hund, der plötzlich winselnd und strampelnd auf die Seite fällt und gegen irgendwas zu kämpfen scheint. Lenja kümmert sich nicht weiter darum, sondern brüllt nach Melekh, während sie versucht, Samus Körper ein wenig aus der Nähe des Hundes zu ziehen.

Melekh bindet Samus Bein ab und tut sein möglichstes, um ihm in dieser Situation zu helfen, doch trotz oder gerade wegen seiner Kenntnisse weiß er: Samu hat nicht mehr viel Zeit und Melekhs mitgeführte Ausrüstung reicht nicht aus, um Samu zu stabilisieren.

Während Lenja sich eilig auf den Weg macht, den komischen Schatten mit den Bällen zurück zu der komischen Frau zu locken und Melekh sich redlich Mühe gibt, Samu zu helfen, verlässt Samu seinen Körper und begreift langsam, dass es offenbar zu Ende geht. Ob an der Wiedergeburt wirklich etwas dran ist?

Die Frau lässt sich von Lenja nicht aus der Ruhe bringen und versorgt zunächst ihr „Baby“, bevor sie einen Trank zusammenbraut oder zumindest sagt, dass sie das täte, denn in Lenjas Augen hantiert sie lediglich mit leerem Labormaterial. Dann staunt Lenja nicht schlecht, als sich nicht nur die Frau, sondern auch sie selbst etwas in die Luft erhebt und zu schweben beginnt. Mit dem leeren Reagenzglas und mit unglaublichem Tempo fliegt die Frau zu Melekh und Samu, während Lenja ein paar Minuten länger braucht, bis sie – noch immer schwebend – die anderen erreicht.

Melekh flößt Samu die blaue Flüssigkeit aus dem Reagenzglas ein, Samu zwingt seinen Körper dazu, sie zu schlucken, Lenja tritt nervös von einem Bein aufs andere und die Frau … bewundert den komplett eingesponnenen und unbeweglichen, aber noch lebenden Hund am Boden.

Schließlich kehren sie alle mit Hilfe der Frau zurück in deren Haus, in Sicherheit, jedoch mehr als schwer angeschlagen und noch immer unter Zeitdruck.

Ein Goblin sei für die bedrohliche schwarze, wabernde Masse verantwortlich, erfahren die Aminte auf Nachfrage. Er lebe im U-Boot am Ufer der Insel, unterstützt von einem sehr eigenartigen Paar, die mal da wären und mal nicht, zumeist im Wechsel. Sicherlich drei Dutzend Soldaten oder etwas in der Art befänden sich ebenfalls in der Nähe, wobei die Frau nicht sagen kann, ob es sich dabei um Menschen handelt, um Geister oder sonst etwas, nicht einmal die genaue aktuelle Zahl kennt sie. Sie selbst scheint das alles auch herzlich wenig zu interessieren.

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