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SL-Zusammenfassung: Mumien VIII- “Netzwerk & Eide”

Den Aminte ist klar, dass sie das Land so schnell wie möglich verlassen müssen, doch sie rätseln ein wenig, auf welchem Weg dies am besten zu bewerkstelligen sei. Lenja schlägt schließlich vor, die mehrfache Einladung Naranjs anzunehmen und zunächst in die Siwa-Oasen zu flüchten, um von dort aus von einem vermutlich unerwarteterem Ort als Alexandria oder Kairo beispielsweise das Land zu verlassen und nach Helsinki zurückzukehren.

Naranj freut sich offenbar sehr, dass die Aminte sie besuchen kommen wollen und lässt sie nach einem Teilstück der Strecke von Helfern abholen, die sie rasch in die Oasen bringen und sich auch um die Abgabe des Mietwagen in Alexandria kümmern wollen.

Lenja ist überrascht von der technischen Ausstattung in Naranjs Haus und sieht sich ausgiebig um. Sie sitzen noch ein wenig zusammen und beratschlagen, ob sie von Libyen aus den Heimweg antreten wollen oder per Schiff bis Kreta und von dort mit Zwischenstopp in Athen. Schließlich entscheiden sie sich für die Schiffsreise, da diese es ermöglicht, das Land verschleiert zu verlassen. Immerhin will niemand von ihnen in Helsinki von der Familie Metschetschi oder ihren Schergen aufgespürt werden.

Samu und Lenja gehen schlafen, nachdem sie verblüfft erfahren, dass ihnen nur noch knappe sechs Stunden Schlaf bleiben, bevor sie ihre Reise fortsetzen.
Melekh hingegen folgt Naranj zunächst noch in den Amun-Tempel, um seine eigenen Gefäße und die Voskows aufzuladen, bevor sie die Heimkehr antreten. In diesem Zusammenhang erzählt er Naranj auch davon, dass Ra sich vor Helsinki verberge, was Naranj überrascht und zu dem Kommentar verleitet, dass das nicht sein könne.
Melekh und Amani schlafen die ganze Nacht hindurch nicht. Melekh erzählt ihr, was alles seit ihrer Trennung geschehen ist … alles. Amani hört staunend, aber schweigend zu. Hat sie auch einige Probleme, all das zu glauben, ist deutlich zu merken, dass sie jedoch gewillt ist, genau das zu tun. Sie erklärt Melekh weder für verrückt noch stellt sie seine Berichte sonst auch nur im Ansatz in Frage. Recht schnell erkennt sie, dass diese unglaublichen Geschichten im Gegenteil einige Details der jüngeren Vergangenheit erklären. Begleitet von zaghaften Küssen hier und da beenden die beiden die Nacht schließlich auf dem Dach des Hauses, auf dem Melekh ihr noch einmal in sternenklarer Nacht ihr Lieblingslied vorspielt.

Samstag, 29.10.2011

Nach dem gemeinsamen Frühstück werden die Aminte zur Küste gefahren, wo bereits ein Segelschiff auf sie wartet. Am Abend erreichen sie die Küste Kretas und werden von der Sefekhi Silvia Nektaptah in Empfang genommen. Sie lässt sich von den anderen zum Essen einladen, bevor alle gemeinsam in Silvias äußerst unaufgeräumter Wohnung landen, wo sie die Nacht verbringen wollen, nachdem Silvia ihnen erzählt, dass die Reise erst am nächsten Mittag fortgesetzt würde.

Immer wieder sprechen die Aminte über ihre zukünftigen Pläne, über die Aufenthaltsgenehmigung von Melekh und vor allem Amani, denn während Melekh als Arzt sicherlich keine Probleme bekommen dürfte, hat Amani nicht einmal eine Ausbildung abgeschlossen und scheint zu Lenjas Verwunderung auch eher überrascht von dem Vorschlag, in Finnland zu arbeiten, zu sein. Lenja hat die Idee, selbst ein Netzwerk zu gründen und überlegt vor allem gemeinsam mit Samu, in welchem Bereich man da tätig werden könnte. Sie denkt darüber nach, ihre Privatdetektei in ein Netzwerk für „Sicherheit & Gesundheit“ zu erweitern. Ihr Vorschlag wird nicht mit Begeisterung aufgenommen, aber auch von niemandem abgeschmettert. Vielmehr beschließen sie, Näheres nach der Rückkunft in Helsinki zu klären.

Melekh versucht mehrfach, Lara bei Samu telefonisch zu erreichen, doch niemand geht ans Telefon.

Sonntag, 30.10.2011

Vor allem zu Lenjas Begeisterung fliegen die Aminte tatsächlich mit einem Helikopter bis in die Nähe des Flughafens, von wo aus sie gegen 13 Uhr Griechenland verlassen und kurz nach 19 Uhr endlich vor dem Flughafen in Vantaa stehen. Mit dem Taxi fahren sie zu Samu, wobei Melekh etwas nervös ist, da er Lara noch immer nicht ans Telefon bekommen konnte.

Nach dem Betreten der Wohnung fällt allen sogleich auf, wie still es in der Wohnung ist. Ein Blick ins Kinderzimmer zeigt ein seltsames Bild: Beinahe kreisförmig liegen vier weibliche Personen, eine davon Lara, seitlich auf dem Boden. Ihre Köpfe und Füße berühren sich jeweils und sie wirken ebenso apathisch wie die Kinder, die sie fest in den Armen halten, denen es ansonsten zumindest körperlich jedoch gut zu gehen scheint. In der Mitte sitzt Samus Tochter Joanna, verbrennt Papierbasteleien und lässt die Asche auf den Holzlöffel rieseln, der Lara gehört. Von ihrem Vater angesprochen schaut sie immer erst etwas seitlich nach oben, bevor sie antwortet und erklärt, dass sie die anderen mit der Asche füttern müsse, damit diese sie alle weiterhin vor bösen Menschen schützen können.

Melekh ist innerlich außer sich vor Wut und macht sich Vorwürfe, die Kinder bei diesem Geist allein gelassen zu haben, doch Lenja erkennt recht rasch, dass zwei verschiedene Energien den Raum durchfluten, wobei eine eine Kuppel – Joanna spricht von einem Zelt – um und über die Kinder und die anderen Personen bildet, während eine andere Energie versucht, diese Kuppel zu durchdringen. Lenja glaubt, es sei besser, die Finger von dieser Kuppel und somit auch von den darin Befindlichen zu lassen und ist sich sicher, dass es sich hier um eine Art Äquivalent zu einem Schutzkreis handelt.

Samu steuert wie wenig später auch Melekh auf Lara zu und spricht sie an. Sie scheint Mühe zu haben zu antworten, doch sie sagt, sie habe ihr Versprechen gehalten und passe auf die Kinder auf. Danach schließt sie die Augen und nach wenigen Momenten spricht wieder nur noch Joanna, die das, was sie sagt, offenbar von einer Art imaginären Freund erfährt, den sie Miro nennt.

Samu trennt seinen Geist von seinem Körper, um sich das alles einmal von der „anderen Seite“ aus anzusehen und sieht nun ganz deutlich, was Lenja bereits wahrnahm. Lara und die anderen Personen wirken auf ihn recht schwach, während sie zugleich irgendwie doppelt da zu sein scheinen, wenn auch nicht in ganz gleicher Form und seltsam schraffiert und verschwommen. Diese Formen strahlen im Vergleich zu Lara und den anderen selbst eine unwahrscheinlich hohe Energie aus, die alle um sie herum einschließt und die Kuppel bildet, die Samu nun auch wirklich ebenso sehen kann wie die verrückte Eingebung, der schraffierte Schatten inmitten des Kreises könne ein Rentier sein.

Was Lenja und Samu berichten, besänftigt Melekhs Zorn, nicht jedoch seine Aufregung, während Amani von der Situation gänzlich überfordert zu sein scheint und einfach so im Raum steht und auf die Kinder blickt, zu eingeschüchtert von all dem, was sie sieht und hört, als dass sie nach Melekhs Geschichten aus der letzten Nacht einfach nach vorn stürmen und ihre Kinder in die Arme schließen würde.

Die bösen Menschen kommen von der Insel und waren schon mal da, sagt Joanna, und Lenja dämmert etwas: Warum war Suomenlinna eigentlich schon seit Wochen gesperrt? Und hatte sie nicht schon davon gehört? Sie hatte gehen sollen, weil „sie“ kommen, weil „sie“ wieder marschieren, oder? Da war doch noch mehr gewesen … wenn sie sich doch nur daran erinnern könnte und nicht ausgerechnet in den letzten Nächten so gut geschlafen hätte, fernab von Helsinki.

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