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Inplay-Resümee zum 3.+4. Spielabend (Dämonen, TS)

Freitag, 31.08.2011

Morgens aufzustehen, wenn der Wecker klingelt, das ist nichts Neues mehr. Neben sich zu blicken und dort jemanden zu sehen, ist neu. Jemanden, den man liebt. Der Morgen beginnt mit einem Strahlen.

Rasch hüpfe ich unter die Dusche und auch Briggs steht auf und bringt mich zur Uni. Bis zum Mittag schaffe ich es, mich mit Chemie zu befassen und dem langweiligen, statischen Zeug einigermaßen zuzuhören, dann habe ich die Nase voll und treffe Briggs wie verabredet in der Mensa, allerdings ohne das Vorhaben, in die Vorlesungen zurückzukehren. In der Warteschlange treffen wir auf Markus Linz – ich hatte völlig verdrängt, dass er ebenfalls hier an der Uni studiert. Briggs und ich sind das, was man gelinde als reserviert bezeichnen kann, aber Markus zeigt sich ausgesprochen umgänglich, fällt nicht weiter auf und entschuldigt sich nochmals durch die Blume für sein offensives Verhalten rund um den Bahnhof und die dazu gehörenden Visionen. Er vertraut uns Details zu den Untersuchungen des Beschwörungspergaments an, das der Junge in der Kanalisation wohl verwendet hatte, um das aufgetretene Chaos zu inszenieren, aber ich höre nicht wirklich hin. Es fallen viele Fremdworte und außer Nord-, Süd-, Ost- und Westwind bleibt bei mir nicht allzu viel hängen, denn für mich klingt das alles recht langweilig. Markus und wohl auch Mr. Smith (wie zum Geier heißt der Typ eigentlich ansonsten?) beabsichtigen wohl, mehr dazu heraus zu finden und wollen eventuell die Wohnung des toten Jungen zu diesem Zweck „besichtigen“. Wir tauschen Telefonnummern aus und Markus gibt an, dass wir uns um 12 Uhr am Folgetag in der Uni-Mensa treffen wollen, dann verabschiedet er sich auf unser demokratisches Drängen hin.

Briggs und ich machen es uns draußen auf der Wiese gemütlich und stöbern in der aktuellen Tageszeitung – er auf der Suche nach einer Wohnung, ich hingegen auf der Suche nach einem Nebenjob, um mein Versprechen an meine Mutter einzuhalten. Wir werden beide fündig, und nach ein paar Telefonaten hat er für Sonntag einen Besichtigungstermin für eine 2-Raum-Wohnung und ich gleich drei Vorstellungstermine ergattert. Ha!

Zwei der drei Jobs kann ich ergattern, auch wenn ich letztlich nur einen davon wirklich übernehmen kann. Da aber erst das Probearbeiten ansteht, habe ich sicherheitshalber gleich für beide zugesagt. Das eine ist ein Aushilfsjob in der Disco, das andere klingt nach einem Mix aus Hostessenservice, GoGo und Promotion. In den dritten Laden hat Briggs mich gar nicht erst rein gelassen, weil er von außen bereits sicher war, dass es sich um ein Bordell handelt. Tja, würde zumindest die gute Bezahlung erklären, die mir telefonisch durchgegeben wurde.

Beim Treffen an der Uni am nächsten Tag muss ich wegen eines der Vorstellungsgespräche nachkommen und denke erst, sie wären schon alle weg, als Briggs – beziehungsweise natürlich Vassago – mich in den Bio-Trakt in einen der Hörsäle lotst. Ein Mann mit zu einem Pferdeschwanz zusammen gebundenen Haaren, der sich als Professor Eriksson vorstellt, hat uns allen den Zugang in die Uni ermöglicht. Er ist wohl ein Bekannter von Mr. Smith und verhält sich auch entsprechend dieser Bekanntschaft und seinem Titel, wie ich finde, dennoch strahlt er eine gewisse Ruhe aus, die die Besprechung hier ganz gut vertragen kann. Im Grunde ergibt sich nicht viel mehr, als dass Markus und Alexander bei dem Jungen einsteigen wollen, um sich umzusehen und wichtige Dinge wie den Computer mitzunehmen. Ich biete mehrfach an, mich an der Aktion zu beteiligen, aber sie trauen mir wohl nicht zu, dabei irgendwie hilfreich zu sein und Markus bietet lediglich an, ich könne dann ja den Computer tragen. Ich glaube nicht … wobei er das tatsächlich als ernsthafte Idee verkauft und ich nicht den Eindruck habe, dass er mich mit dem Vorschlag verärgern will. Sei es drum, lange können wir nicht bleiben, denn für Briggs steht die Wohnungsbesichtigung an und ich hoffe inständig, das wird was!

Ja, es wurde was. 2,5 Räume mit kleiner Küchenzeile und sogar Badewanne sind ab sofort Briggs‘ neues Zuhause und ich freue mich diebisch. Breit grinsend erzähle ich ihm davon, dass es doch üblich sei, so eine Wohnung erst einmal einzuweihen … und das tun wir auch sehr ausgiebig, endlich allein und ungestört und auf unsere eigene Art und Weise. Wir verbringen damit die nächsten Stunden, denn so eine Wohnungseinweihung will ja gewissenhaft durchgeführt sein … bis gegen 19 Uhr Briggs‘ Telefon klingelt.

Ein aufgeregtes Hin und Her, während dessen ich mich schon mal wieder in meine Sachen schlüpfe, denn das hier scheint wichtig zu sein, dann legt er auf und ist sofort sehr ernst und gewillt zu gehen. Unsere beiden Helden wurden angegriffen, erzählt mir Briggs, Alexander erwischte dummerweise ein Messer genau in der Brust, was ihn davon abhält, wieder in die menschliche Gestalt zu wechseln. Wir wollen uns an der Uni treffen und ich informiere unterwegs die anderen, darauf hoffend, dass alle da sein werden und irgendjemand eine Ahnung hat, wie wir am besten vorgehen können, denn es steckt nicht einfach ein Messer in Alexander, sondern vielmehr die Klinge. Den Griff hatte er selbst wohl schon erfolgreich abgebrochen. So kann er nicht ins Krankenhaus, klar, und so bleiben kann er auch nicht. Was machen wir da bloß?

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